Sportwindhunde abtrainieren – Gesundheitsrisiko plötzlicher Veränderungen

Sportwindhunde abtrainieren – Gesundheitsrisiko plötzlicher Veränderungen

„Das Training wird eingestellt!“ – so klingt es oft in den Weisungen vieler Windhundrennsportvereine. Doch was bedeutet das für die Halter?

Dieser Inhalt gehört zu den vertiefenden Inhalten.

Um den Artikel zu lesen, benötigst Du ein aktives Abonnement
oder den Kauf des passenden Produkts.

Die meisten Artikel hier gehören zu den vertiefenden Inhalten und sind Teil des Sighthound-Clubs.
Frei zugänglich sind ausgewählte Beiträge zur Orientierung und Einordnung.

Wann ist ein Windhund bereit für den Rennsport?

Wann ist ein Windhund bereit für den Rennsport?

Das Thema Leistungsbereitschaft bei Windhunden im Rennsport ist keine Frage, die sich einfach pauschal beantworten lässt. Windhunde sind – wie wir Menschen – Individuen.

Dieser Inhalt gehört zu den vertiefenden Inhalten.

Um den Artikel zu lesen, benötigst Du ein aktives Abonnement
oder den Kauf des passenden Produkts.

Die meisten Artikel hier gehören zu den vertiefenden Inhalten und sind Teil des Sighthound-Clubs.
Frei zugänglich sind ausgewählte Beiträge zur Orientierung und Einordnung.

Whippet Rüde Sunfire – Schweizer Bahnmeister 2020

Whippet Rüde Sunfire – Schweizer Bahnmeister 2020

In Ruhe und Gelassenheit zum Startkasten und zum Erfolg.

Sunny, wie ihn seine Besitzerin Brigitte Kunz liebevoll nennt, ist ein willensstarker Whippet Rüde mit viel Charme und dem tollen Namen Sunfire.

Als Brigitte mit ihm im November 2018 zum ersten Mal zu mir ins Training „Fit für Rennbahn und Coursing“ kam, war ein Rennsport-Training nicht denkbar. Zuerst musste Sunny lernen zuzuhören. Das Energiebündel benötigte Grenzen, etwas mehr Ernsthaftigkeit und vor allem musste er lernen zur Ruhe zu kommen.

Im März 2019 besuchte Brigitte mit Sunny einen zweiten Kurs bei mir und ich war sehr begeistert, was aus dem Wildfang geworden ist. Und so konnten wir das Startkasten-Training beginnen.

Im Juni 2019 hat dann Sunny seine Rennlizenz gemacht und mich erreichte die folgende Nachricht von Brigitte:

„Salutti Monika,
hab gestern mit Sunny die Lizenz geschafft und ich bedanke mich bei Dir aufs herzlichste für all Dein Wissen, was Du uns vermittelt hast!!! Ganz genau nach Deinem Lehrbuch schaffe ich es nicht inmitten von tobenden Windhunden... ABER ich kann ihn ganz ruhig vor der Box ableinen und er beschreitet die Box in Hochkonzentration und am Ziel begrüsst er ganz kurz den Hasen und dann ist er sogleich wieder bei mir! Umarme Dich“

Ziel des Training im März 2019 vor dem Beginn der Saison, in Rifferswil, beim Schweizer Windhund-Rennverein, war die Verbesserung der Hasenschärfe, Fokussierung und Konzentration und natürlich die Ruhe und Gelassenheit am Startkasten. Ein schneller Start und das Kurventraining. So viel Talent lernt schnell, wenn der Kopf dazu bereit ist.

Bei der Ausbildung von Sunfire für den Windhund-Rennsport, war es besonders wichtig, dass die Besitzerin, die aufgrund ihrer körperlichen Schwächen (Multiple Sklerose) eingeschränkt ist, in der Lage ist, Sunfire im Rennsport zu handeln. Die beiden sind ein mega tolles Team geworden und umso mehr erfreuen mich die Nachrichten über jeden Erfolg dieses aussergewöhnlichen Mensch-Hund-Teams.

Sunfire auf Erfolgskurs

13. Oktober 2019 Schweizer Derby, Rifferswil – 350 m – 2. Platz in 22.438 Sek.

14. Juni 2020 Summer Trophy, Kleindöttingen – 280 m – 4. Platz in 18.655 Sek.

01. August 2020 Solorennen, Rifferswil – 350 m – 1. Platz Gesamtzeit von 44.20 Sek, die sich aus dem 1. Lauf 21,96 Sek. und dem 2. Lauf mit 22,24 Sek. zusammensetzt.

30. August 2020 konnte Sunfire trotz Corona-Pandemie den Titel Schweizer Bahnmeister 2020 für sich beanspruchen. In einem starken Feld und unter extremen Wetterbedingungen hat sich Sunfire den Titel, mit einer Zeit von 22.509 Sek. auf 350 m, in der nationalen Größenklasse Whippets Rüden, unter blauem Trikot erkämpft. Sunfire lässt sich auch von bellenden oder zappelnden Mitstreitern nicht aus der Ruhe bringen und bleibt ruhig und konzentriert.

13. September 2020 – Internationales Rennen in Freiburg. Sunfire gewinnt mit 22,757 Sek. auf 350 m bei en Whippet Rüden Sprinter.

Eine spannende Geschichte um Sunfire. Ich wünsche Sunfire weiterhin ein erfolgreiches Rennsport-Leben, immer heile Pfoten und freue mich auf unser nächstes Treffen. Der lieben Brigitte ebenfalls beste Gesundheit und jede Menge Freude mit Sunny.

Famous vom Palast der Winde

Famous vom Palast der Winde

Mit Ruhe und Gelassenheit zum Erfolg.

Famous vom Palast der Winde, italienischer Windspiel Rüde macht seinem Namen alle Ehre. Als sein Besitzer mit ihm im November 2018 zu mir ins Training „Fit für Rennbahn und Coursing“ kam, hatte der Windspiel Rüde seinen Fokus eher im Außen und ließ sich durch andere Hunde oder befreundete Menschen am Rand der Rennbahn sehr schnell und nachhaltig ablenken. Manchmal passte ihm das Wetter nicht und mit Maulkorb rennen mochte er gar nicht so gerne. Dazu gesellten sich noch andere Themen, die ich zusammen mit seinem Besitzer Sören Gröne mit viel Ruhe und Geduld aufgearbeitet habe.

Ziel des Training im November 2018 zum Saison-Abschluß in Rifferswil, beim Schweizer Windhund-Rennverein war die Verbesserung der Hasenschärfe, Fokussierung und Konzentration.

2019 ging es dann zu den ersten Rennen und Coursings. In weiteren Trainings haben wir immer wieder die Schwächen gestärkt und die Stärken weiter verbessert. Das Training mit Famous wurde immer wieder angepasst und modifiziert. Die Erfolge, die sich bereits 2019 einstellten, können sich sehen lassen.

2020 konnte der kleine Famous trotz Corona-Pandemie neben Bahnrekorden auch den Titel Schweizer Bahnmeister 2020 für sich beanspruchen.

2019 Famous vom Palast der Winde

30. Mai 2019 WWCS Clubmatch 2019 Solorennen 1. Platz

16. Juni 2019 Summer Trophy Kleindöttingen 2. Platz

11. August 2019 Intern. Rennen Freiburg – 350 m – 3. Platz | Finalzeit: 30,702 Sek.

01. September 2019 Solo Trophy Rifferswill National 1. Platz

13. Oktober 2019 Internat. Derby Rifferswill – 350 m – Derby Sieger und Bahnrekord Zeit 28,479 Sek.

03. November 2019  Schweizer Fuchsjagd Lotzwill – 280 m – 1. Platz | Finalzeit: 23,269 Sek.

2020 Famous vom Palast der Winde

05. Juni 2020 Großer Preis von Bern, Lotzwill – 280 m – 1. Platz und Bahnrekord Zeit 22,418 Sek.

09. August 2020 Derby um die Goldene Renndecke, Kleindöttingen – 280 m – 1. Platz und Bahnrekord Zeit 23,038 Sek. 

30. August 2020 Schweizer Bahnmeisterschaft, Rifferswil – 350 m – 1. Platz Schweizer Bahnmeister 2020

Eine tolle Erfolgsgeschichte. Ich wünsche Famous weiterhin ein erfolgreiches Rennsport-Leben, immer heile Pfoten und freue mich auf unser nächstes Training.

Begeisterung für den Windhund-Rennsport

Begeisterung für den Windhund-Rennsport

Der nachfolgende Text, Foto und das Video (Juli 2019) stammen von Matthias Gosch, Besitzer von Ida & Happy, zwei Tierschutz-Galgos mit einem großen Talent für das „Schlagzeug“.

Tierschutz-Galgo „Happy“ mit viel Spaß und Leidenschaft auf der Rennbahn.

Ich habe meine Meinung geändert!

Welche Meinung?

Meine Meinung darüber, mit meinen Hunden auf die Rennbahn zu gehen.

Ich hatte große Bedenken, wie vielleicht viele von Euch auch.

Ich war der Meinung, dass ich durch das Hetzen den Jagstrieb unnötig fördere und ich wollte unbedingt, dass Happy und Ida nur rennen, wenn sie Spaß daran haben und nicht, weil ich jetzt auf die Rennbahn fahre und sie in einen Startkasten stopfe. Ich habe geglaubt, dass es auch nichts bringt, den Aufwand zu betreiben. Anfahrt, Wartezeit, Aufwärmen, 30 Sekunden laufen, Abwärmen, nach Hause fahren.

Da können die beiden doch lieber eine Stunde völlig freiwillig und ohne Zwang mit anderen Windis laufen!

Ich habe mich geirrt!!!

Ich schreibe das hier nur für meine beiden Zwerge! Ich erhebe nicht den Anspruch auf Allgemeingültigkeit.

Aber vielleicht mögt Ihr Euch das mal durchlesen und uns zur Rennbahn begleiten.

Wir machen schon immer recht viel mit Ida und Happy. Wir machen viele Ausflüge, treffen regelmäßig andere Windige und seit einiger Zeit machen wir auch Canicross. Unser Highlight dieses Jahr war der 20km Hindernislauf mit Happy!

Dann hat uns Monika Mosch eingeladen, sie mal auf der Rennbahn am Höltigbaum zu besuchen. Eigentlich wollte ich das nicht so gern aber Monika hatte ein Beispiel auf Lager, das mich wirklich zum Nachdenken gebracht hat.

Sie hat gesagt: „Stell Dir vor ein Kind kommt zu Dir und möchte unbedingt Schlagzeug spielen. Es möchte so richtig abrocken. Und Du drückst ihm ne Blockflöte in die Hand und sagst, dass es damit auch Musik machen kann.“

Und ja: Zumindest meinen beiden habe ich statt eines Schlagzeugs eine Flöte gegeben und vielleicht auch eine Geige… aber kein verdammtes Schlagzeug!

Aber müssen denn alle Kinder Schlagzeug spielen? Muss ich das machen, nur weil sie das wollen?

Und genau hier fängt der erste Trainingseffekt an!

Das Training dreht sich eben NICHT darum, bedingungslos Wünsche zu erfüllen. Ich biete Ida und Happy das ultimative Schlagzeugerlebnis nach MEINEN Regeln.

Der Großteil der anfänglichen Übungen besteht aus Disziplin. Es wird nicht wild rumgesprungen, wir machen uns gesittet warm und gehen ruhig zur Bahn.

Und wer aufmerksam ist, sich zurück nimmt und die Regeln befolgt, darf volle Möhre aufs Schlagzeug kloppen.

Diese Form der Disziplin hat darüber hinaus direkte Auswirkungen auf andere Bereiche. Ich spüre, dass die konsequente Einhaltung von Regeln im Training auch zu einem verbesserten Benehmen in anderen Bereichen führt. Wir begegnen zum Beispiel JEDEN TAG Rehen und Hasen bei uns im Wald. Die Impulskontrolle ist schon jetzt deutlich besser geworden.

Es gibt Teilnehmer, die hauptsächlich wegen des Erziehungseffekts kommen – kombiniert mit ner Runde Schlagzeug spielen. ?

Aber jetzt das Wichtigste:

Ida und Happy haben den Spaß ihres Lebens!!!

Klar freuen sie sich auch über andere Rennereien aber das ist nicht vergleichbar mit dem Hetzen eines Hasen. Wer das nicht glauben kann, darf uns gern mal besuchen. Abends nach dem Training erkennt man eine Zufriedenheit, wie selten – bei ihnen und mir! Wir haben gemeinsam gearbeitet und Spaß gehabt. Auch für mich ein unglaublich schönes Erlebnis.

Ganz wichtig: Wir haben keine Ambitionen, regelmäßig Rennen zu bestreiten oder Pokale zu gewinnen. Alles läuft nur so lange und intensiv, wie Ida und Happy Spaß haben. Das erkennt man sehr gut. Wir brechen sofort ab, wenn wir merken, dass die Freude nachlässt, weil sie zum Beispiel müde sind.

Wie gesagt, das sind unsere persönlichen Erfahrungen und ich schreibe das nicht, um eine Diskussion loszutreten. Das ist alles Ansichtssache. Vielleicht interessiert sich der eine oder andere für das, was da genau passiert.

Wenn das so ist, wendet Euch doch bitte gern an Monika Mosch. Jeder ist willkommen und fast alle Windis können mitmachen.

Viele Grüße von der Schlagzeugfamilie!

Anfänger-Training | Junghunde auf der Windhund-Rennbahn

Matthias ist zusammen mit Happy und Ida ein tolles Windhund-Rennsport Trio. In der ersten Trainingsstunde habe ich Matthias mein Trainingskonzept vorgestellt und Happy und Ida durften nach dem Warmlaufen einem ersten Test auf der Windhund-Rennbahn am Höltigbaum laufen.

Und welchem Windhund-Besitzer geht nicht das Herz auf, wenn er seine Hunde beobachtet und sieht, wie sich die Genetik voll entfaltet und die Hunde ungezwungen und voller Freude ihrer großen Leidenschaft nachgehen.

Für Matthias war klar, er kommt mit Happy und Ida wieder. Und alle drei haben superschnell gelernt. Das Ziel: Matthias zum Coach seiner Hunde auszubilden. Ihm Wissen zu vermitteln und ihn für die Feinheiten zu sensibilisieren, die wichtig sind.

Der Startkasten war schnell aufgebaut, die Hunde hatten ja bisher keine schlechten Erfahrungen gemacht. An der notwendigen Kondition für die Hetzarbeit fehlte es den beiden Hunden natürlich noch und so haben wir die Belastungsreize langsam von Training zu Training gesteigert. Fokustraining, Kurventraining, Sprint- und Startkastentraining in abwechslungsreicher Kombination. Wir konnten von Woche zu Woche sehen, wie die Hunde muskulöser und leistungsfähiger wurden.

Matthias verbesserte an den Trainings freien Tagen die Grundlagenausdauer seiner Hunde und joggte mit Ihnen durch Feld, Wald und Wiesen. Die drei hatten unglaubliche Fortschritte gemacht. So war der Tag an dem das „große Schlagzeug“ gespielt werden sollte in greifbare Nähe gerückt. Die Herausforderung die große Hasenzug-Maschine auf der Rennbahn. Die beiden Galgos waren ja bisher nur den Hasenzug am Boden über Umlenkrollen gewohnt und kannten den „Schlitten“ nicht.

Die Umstellung war für die Hündin Ida gar kein Problem, Happy tat sich etwas schwerer, aber Dank der Künste des „Hasenziehers“ konnte auch Happy im zweiten Anlauf auf die Strecke gebracht werden.

Beide Hunde starten mittlerweile zusammen von 480 m, selbstverständlich aus der Startbox und haben den Spaß ihres Windhundlebens.

Und für mich war es eine ganz besondere Freude zu sehen, wie sich die Qualität der Beziehung zwischen Mensch und Jagdwindhund auf eine höhere Ebene begibt.

Monika Mosch – Training für Windhunde – Sighthound-Coach Sommer 2019

Der Windhund-Rennsport und seine Facetten.

Der Windhund-Rennsport und seine Facetten.

Sobald es um Sport geht, bei dem Tiere mitwirken, gibt es große Unstimmigkeiten und nicht nur Befürworter sondern auch viele Gegner. Dabei ist es egal, ob wir uns im Pferdesport oder im Hundesport bewegen. Eins ist sicher, die Zeiten haben sich geändert. Gerade dann, wenn es um den sportlichen Einsatz unserer Vierbeiner geht.

 

 

Um diesen Artikel lesen zu können, logge Dich bitte ein.

 

 

Der Text ist nicht kopierbar.