Nachruf auf Bayern – Ammersee, München und die Windhunde dazwischen

Nachruf auf Bayern – Ammersee, München und die Windhunde dazwischen

Gefahren bin ich natürlich wegen meiner Freundin Audrey.
Und erst danach wegen der Windhunde.
Diese Reihenfolge ist wichtig. Sagt Audrey.

Wobei man bei Windhunden ja nie so genau weiß, ob sie nicht längst vorher entschieden hatten, dass Bayern für eine fachliche Einordnung genau das richtige Umfeld ist.

Insgesamt begegneten mir auf dieser Reise:

3 Italienische Windspiele,
3 Barsois,
4 Galgos,
1 Deerhound
und ein Amerikanisches Windspiel.

Stegen am Ammersee war dabei für ein Windspiel und die beiden jungen Barsoi-Rüden besonders wertvoll. Nicht, weil es dort so idyllisch ruhig war. Sondern genau aus dem Gegenteil heraus und für die Wiederhohler genau richtig:

Viele andere Hunde.
Viele Menschen.
Viele Radfahrer.
Viel Bewegung.
Viel Alltag.
Viel Biergarten.

Also genau das, was Windhundmenschen gerne „schwierig“ nennen – und was für mich oft der ehrlichste Trainingsplatz ist.

Die anderen Windhunde traf ich zu Hause oder in ruhigerer Umgebung in Finning am Stausee.

Und egal ob in Stegen, in Finning oder bei den Menschen zu Hause: Immer wieder zeigte sich dasselbe Thema.

Nicht der Windhund war das Problem.
Nicht der Ort.
Nicht der Reiz.
Nicht Bayern.

Sondern die Führung.

Manchmal muss ich erst nach Bayern fahren, um wieder zu sehen, dass Windhunde überall dieselben Fragen stellen – nur die Kulisse trägt Lederhose.

Windhunde verstehen. Dein Windhund, Deine Verantwortung.

Jahresabschluss 2025 – Fokus

Jahresabschluss 2025 – Fokus

Ich dachte lange, Fokus heißt: Dinge weglassen.
Weniger Projekte. Weniger Ideen. Weniger „Vielleicht könnte man auch noch …“.

Falsch gedacht.

Fokus ist nicht, etwas wegzulassen.
Fokus ist, aufzuhören, sich selbst zu verwässern.

Klingt unspektakulär. Ist aber ziemlich wirksam. Eher so: nasser Waschlappen fürs Denken. Hilft.

Fokus – kein Wellness-Programm

Für Windhunde ist Fokus nichts Meditatives.
Kein Tool. Keine Methode mit hübschem Namen.

Fokus ist Überlebenskompetenz.

Ohne Fokus kein Überblick.
Ohne Überblick keine Sicherheit.
Und ohne Sicherheit kannst Du Dir Freiheit gepflegt abschminken.

Draußen auf der Wiese ist das offensichtlich.
Im Alltag mit Menschen erstaunlich oft nicht.

Der große Konsum-Trick

Ich sehe das seit Jahren – völlig emotionslos:

  • Lesen fühlt sich gut an.
  • Kaufen fühlt sich noch besser an.
  • Abonnieren gibt das Gefühl, man wäre schon halb angekommen.

Ist man aber nicht.

Nüchtern gesagt:

Lesen ersetzt kein Hinschauen.
Kaufen ersetzt keine Entscheidung.
Abonnieren ersetzt keine Verantwortung.

Wissen ist heute überall.
Haltung eher nicht automatisch dabei.

2025 war ein Steh-Jahr

Kein „höher, schneller, weiter“.
Eher: stehen bleiben, gucken, entscheiden.

Nicht alles erklären.
Nicht alles weichspülen.
Nicht alles kompatibel machen.

Manches darf unbequem sein.
Manches darf anecken.
Und manches darf einfach sagen: Bis hierhin – und nicht weiter.

Kein Ausblick. Nur Klartext.

Ich spare mir den großen Ausblick.
Kein „2026 wird MEIN Jahr“.
Kein Konfetti.

2026 wird nicht lauter.
Nur klarer.

Und Klarheit ist manchmal unromantisch. Zum Beispiel bei Preisen.

Ab 2026 gibt es neue Preise.

Nicht, weil plötzlich Gold im Wassernapf liegt –
sondern weil Fokus auch heißt, den eigenen Wert nicht weiter kleinzureiben.

Einige Preise bleiben, wie sie sind. Andere werden sich verändern.
Was genau sich ändert, ist kein Geheimnis – aber alles hier aufzuzählen würde diesem Text die Schuhe ausziehen.
Und Fokus mag keine Stolperfallen.

Zum Schluss – ganz ohne Knall

Ich wünsche Dir ruhige Tage zum Jahresende.
Wenig Lärm. Wenig Muss.
Und mindestens einen Moment, in dem Du merkst: Ah. So fühlt sich Klarheit an.

Meine Windhunde feiern das unauffällig.
Ich mache mit.

Kein Knall. Kein Drama. Kein Jahresrückblick mit Glitzerhut.
Nur Haltung.

Und ein bisschen echtes Glitzern darf bleiben.
Das, was nicht klebt. Sondern trägt.

Hinweis zum Jahreswechsel

Zwischen dem 27.12. und 01.01.2026 wird es hier ruhiger.
In dieser Zeit läuft die geplante Maintenance – Inhalte werden sortiert, Strukturen klarer gezogen und Dinge zu Ende gedacht.

Wer noch vor Beginn der Maintenance etwas verschenken oder sichern möchte, findet den Gutschein wie gewohnt hier:

Gutschein ansehen

Windhunde verstehen. Dein Windhund, Deine Verantwortung.

Der Windspiel-Nikolaus-Chor

Der Windspiel-Nikolaus-Chor

Amadeo schaut von oben zu,
mit einem Grinsen – richtig schlau.
Er sieht die zwei in Rot und meint:
„Na herrlich, so hat’s sich gemeint:

Ein Auftritt würdig jedem Fest,
so charmant, dass selbst der Frost vergisst,
wie kalt die Welt da draußen ist.“

Chinotto percy

Percy liegt wie ein Model da,
ein Posenprofi – wunderbar.
Chinotto sitzt wie: „Ich hab’s drauf.
Nikolaus? Ich führ den Lauf.“

Dann raschelt leis ein Funken Licht,
ein Hauch von Wehmut – nur ein Stich.
Denn irgendwo im warmen Wind
flüstert einer sanft: „Ich bleib für immer Dein.“

Und plötzlich glitzert’s überall,
am Stiefel, auf dem Sofa, im Fell – total!
Und ich nur so:
„Windhunde verstehen – manchmal heißt das auch, Erinnerungen halten.“

Dein Windhund. Deine Verantwortung.

Nikolausgruß aus der Windhund-Zeitzone

Und wenn der Abend dann leiser wird und die Welt draußen kurz den Atem verliert,
dann schick ich Euch von Herzen raus:
Einen lieben Gruß vom Windspiel-Nikolaus.

Mit Pfotenspuren aus Wärme, mit Augen, die mehr sagen als Worte,
mit dem Mut, wahrzunehmen,
was Dein Windhund wahrnimmt – immer.

Möge Euer Dezember leicht sein, bunt, ein bisschen verrückt
und voller kleiner Momente, die Euch daran erinnern, warum wir diesen Weg mit ihnen gehen.

In diesem Sinne:
Frohen Nikolaus – von mir, dem Barsoi Illidan
den Windspielen: Chinotto & Percy,
und natürlich von Amadeo, der bestimmt gerade von oben ein bisschen Glitzer streut.

Windhunde Verstehen.

Noch kurz zur Erinnerung:

Der Nikolaus kommt in Deutschland in der Nacht vom 5. auf den 6. Dezember.

Also: Schuhe am 5. Dezember abends vor die Tür,
und am 6. Dezember morgens reinschauen
wenn Du mutig bist, auch mit einem Windhund im Schlepptau, der heimlich checkt, ob da was Essbares drin ist.

Alles andere (6. auf 7. usw.) gehört eher in die Abteilung „regionaler Ausnahmezustand“ oder „jemand hat am 5. Dez. schon geschlafen“.

Für uns in Deutschland!
5. abends raus – 6. früh glitzern! … Also nicht vergessen!

Windhunde verstehen. Dein Windhund, Deine Verantwortung!

Nachruf auf Usedom

Nachruf auf Usedom

Oder: Wenn ein Gedicht bleibt – und Sand in den Schuhen.

Ein Ort wird zur Begegnung

Manchmal sind es nicht Orte, die Spuren hinterlassen.
Sondern Begegnungen.
Zwischen zwei Menschen, die sich eigentlich gar nicht gesucht haben –
und plötzlich mitten in einer Geschichte stehen.

Usedom war so ein Ort.
Kein Urlaub, kein Ausflug.
Eher ein Kapitel mit salziger Luft, feuchtem Sand, Holzofenwärme –
und einem Rudel Windhunde, das mehr über Nähe weiß als so mancher Mensch.

Eine Frau, vier Whippets und viel Seele

Traute – 80 Jahre alt, Künstlerin, Windhundfrau mit Seele.
Eine, die Worte malt, statt sie zu sagen.
Eine, die in allem etwas sieht: in Stille, in Wind, in Augen, in Bewegung.

Ich durfte bei ihr sein.
In ihrem Garten, zwischen Wespenflug und Holzrauch.
Wir sprachen über Haltung, über Vertrauen, über das, was bleibt,
wenn man alles Unnötige weglässt.

Das Gedicht zum Abschied

Zum Abschied schrieb sie mir ein Gedicht.
Kein Andenken, eher ein Augenzwinkern.
Eines dieser Geschenke, die man nicht anfordern kann –
man bekommt sie, wenn man wirklich da war.

Für Dich
(Traute, Usedom, 16.10.25)

ich habe mich
verliebt

in deinen freund
seine fast schwarzen

augen seine schwarze
lockige haarpracht

seine lange das gesicht
dominierende nase

alles passend rundum
schön beeindruckend

der humorige gesichts
ausdruck wenn ihr

flirtet er dir seine wünsche
seinen willen erzählt

mit der zeit sein ganzer
körper dir zugegeneigt

ein von schönheit geprägtes mannsbild

ja ich habe mich in
diesen lebensgefährten

von dir verliebt ich gebe
es ehrlich preis

Sie meinte natürlich ihn: meinen Barsoi.
Und ein bisschen auch das, was zwischen uns entstand – dieses leise, unausgesprochene Verstehen.

Mehr als ein Abschied

Ich bin mit Sand in den Schuhen, einem Lächeln im Gesicht
und diesem Gedicht im Gepäck zurückgefahren.

Usedom bleibt – nicht als Ort, sondern als Erinnerung daran,
dass Haltung manchmal einfach bedeutet:

Offen bleiben.
Auch wenn der Wind dreht.
Auch wenn die Worte stolpern.
Und selbst dann, wenn man beim Abschied lacht,
weil das Leben – wieder mal – seinen eigenen Takt vorgibt.

Windhunde verstehen. Dein Windhund. Deine Verantwortung

Warum der Golden Barsoi in Hamburg nicht funktioniert – und das Italien Foxspiel erst nach dem dritten Espresso startet?

Warum der Golden Barsoi in Hamburg nicht funktioniert – und das Italien Foxspiel erst nach dem dritten Espresso startet?

Golden Barsoi & Italien Foxspiel – Augen auf bei der Rassewahl

(… nennen wir’s mal so. Auch wenn das Wort irgendwie nach Behörden-Formular klingt.)

Neulich im Briefkasten:
Eine analoge Postkarte. Kein Spam. Kein Amt. Kein Inkasso. Sondern echtes, gedrucktes Papier – mit Handschrift drauf. Und vorne drauf: ein Bild, das man nicht mehr aus dem Kopf kriegt.

Zwei Hunde posieren vorm Sonnenuntergang.
Der eine: Ein „Golden Barsoi“.
Der andere: Ein „Italien Foxspiel“.

True Story. Handschriftlich auf dem Bild ergänzt. Und ja – ich hab sehr laut gelacht.

Ob das jetzt eine streng geheime neue Designer-Rasse ist oder einfach jemand sehr kreativ war… egal. Es passt. Perfekt sogar.

Denn während Hamburg gerade eine amtliche Hitzewarnung raushaut (Spoiler: ab 30 Grad wird’s hier offiziell schwierig), passt diese Karte wie die Faust aufs Thermometer.

Grund 1: Das Klima – sorry, falsches Land.

Windhundartige Schönheiten (Golden Barsoi inklusive) wurden nicht für norddeutsches Schmuddelwetter oder städtische Hitze gebaut.

Regen? Ekelhaft.
30 Grad? Ich bin dann mal weg.

Und das Italien Foxspiel? Rennt wie der Teufel – aber nur, wenn die Bedingungen stimmen. Idealerweise morgens um sechs, bevor die Sonne überlegt, ernst zu machen.

Grund 2: Arbeitsauftrag vergessen.

Windhund? Auftrag: Rennen – aber bitte freiwillig, gerne dekorativ, und bloß nicht auf Kommando.
Terrier oder Foxspiel? Auftrag: Jagen, buddeln, melden, bewegen, denken – am besten alles gleichzeitig.

→ Passt das zu Deinem Alltag? Zu Deiner Geduld? Zu Deinem Energielevel?

Oops… vielleicht falscher Download bei der Hundebörse.

Spoiler: Beide sind komplett überfordert – wenn Du ihren Auftrag ignorierst.

Grund 3: Erwartungen vs. Realität.

Auf Bildern sehen sie alle toll aus.

  • Elegant.
  • Knuffig.
  • Fotogen.

Aber:
→ Der Golden Barsoi liegt 20 Stunden am Tag im Schatten. Rennen? Ja, aber bitte maximal dreimal in der Woche – und nur ganz kurz.

→ Das Italien Foxspiel dagegen? Gnadenlos unterschätzt. Sieht süß aus, ist aber ein vollwertiger Hochleistungsprozessor mit eigenen Ideen – und ohne Pause.

🐕 Fazit dieser Postkarte:

→ Klima, Auftrag und Erwartung müssen zusammenpassen.
→ Sonst endet’s entweder mit einem Windhund auf der Couch, der sich weigert, rauszugehen –
→ oder mit einem Terrier, der Dir das Wohnzimmer umgestaltet.

Und bis dahin:

Im Schatten bleiben. Wasser trinken. Und gut überlegen, ob Du gerade einen Golden Barsoi oder ein Italien Foxspiel in Dein Leben holen möchtest.

Windhunde verstehen. Dein Windhund. Deine Verantwortung.

Stadt – Land – Windhund: Rückblick auf Gießen – Frankfurt

Stadt – Land – Windhund: Rückblick auf Gießen – Frankfurt

Es war ein Wochenende wie gemacht für den feinen Unterschied. Für Nuancen, für echtes Beobachten, für das kleine Nicken zwischendurch. Und für Windhunde, natürlich. Am Samstag, den 12. April, trafen wir uns in Staufenberg – gleich bei der berühmten roten Eckbank. Diesmal allerdings ohne Illidan. Und auch ohne Chinotto. Die beiden durften pausieren, damit ich ganz bei Euch und Euren Hunden sein konnte.

Die Runde war bunt gemischt: Kleine Italiener, klassische Whippets, charismatische Galgos – und ein Rumäne, der eher wie ein Ungarn aussah, aber eben auch dazugehörte, wie jeder andere Tierschutz-Windhund. Ein schöner Mix aus Typen und Geschichten. Insgesamt waren es elf Hunde, die sich zu einem kompakten Train & Walk auf den Weg machten. Kurz, aber intensiv – und ganz im Sinne von „Stadt – Land – Fluss“. Nur dass der Fluss fehlte. Was niemand vermisst hat.

Eine Teilnehmerin war ohne Windhund gekommen. Einfach so. Aus Interesse. Weil sie wissen wollte, was ich denn so zu sagen hätte. Ich mochte das. Denn manchmal beginnt Veränderung nicht mit dem eigenen Hund – sondern mit der Haltung, zuzuhören.

Sonntag: Seminarzeit.

Der 13. April gehörte dann den Windhunden und ihren Menschen. Ein Seminartag mit Tiefgang – und vielen Aha-Momenten, die nicht einfach „vorgegeben“ wurden, sondern sich durch echtes Erleben entwickelten. Wir haben ausprobiert, getestet, hinterfragt. Es ging nicht um „die eine Methode“, sondern um das, was passiert, wenn man genau hinsieht. Wenn man das eigene Verhalten als Teil des Ganzen versteht.

Was bleibt?
Ein Wochenende, das nachwirkt. Das rote Eckbank-Gefühl. Begegnungen auf Augenhöhe. Und das gute Gefühl, dass Veränderung oft ganz leise beginnt – aber nachhaltig bleibt.

Lust, dabei zu sein?

Die nächste Windhundzeit in Winsen an der Aller steht vor der Tür. Train & Walk und/oder Intensivtage?

Eine Woche Auszeit mit Windhund, Natur und Haltung. Keine Show, kein Druck – nur echte Arbeit auf der Wiese.
Oder – wenn Du magst – ganz in Deinem Tempo, ganz bei Dir: Hier geht’s zum Onlinekurs „Windhunde verstehen“

Windhunde verstehen. Dein windhund, deine verantwortung!

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