42 – Die Antwort auf fast alles. Beim Windhund notfalls mit Zähnen.

42 – Die Antwort auf fast alles. Beim Windhund notfalls mit Zähnen.

Es gibt Zahlen, die haben irgendwann ein Eigenleben.
42 gehört dazu.

Für Nerds ist sie die Antwort auf fast alles.
Für mich hat sie noch eine zweite Qualität.
Denn ein erwachsener Hund bringt in der Regel 42 Zähne mit.

Und das ist eigentlich schon ein ziemlich guter Einstieg in ein Thema,
das viele gern hübscher verpacken, als es ist:

Lernen, Fehler, Scheitern, Korrektur und die etwas überbewertete Liebe zum perfekten Timing.

Denn nein, nicht jeder Fehler ist schlimm.
Aber nein, er wird auch nicht automatisch wertvoll, nur weil irgendwer „Trial-and-Error“ darüber schreibt
und das Ganze nach Forschung klingt.

Ich schreibe nicht aus dem Lehrbuch.
Sondern aus Erfahrung.

Was Du hier liest, ist aus vielen Jahren Praxis mit Windhunden entstanden – aus Beobachtung, Einordnung und dem, was sich im Alltag wirklich zeigt.

Diese Erfahrungen findest Du gebündelt im Windhund-Magazin, in meinen Flip Books und
vertiefend im Sighthound-Club.

Scheitern fühlt sich selten nach Erkenntnis an

Niemand scheitert gern.
Scheitern fühlt sich nicht an wie Weisheit, sondern eher wie:
„Na wunderbar. Das war dann wohl nichts.“

Es kratzt am Ego.
Es nervt.
Es ist unerquicklich.
Und manchmal passiert es auch noch in genau dem Moment, in dem man sehr gern kompetent gewirkt hätte.

Trotzdem gehört es zum Lernen dazu.
Nicht nur bei Menschen.
Auch im Leben mit Windhund.

Nur: Der Fehler selbst ist noch keine Heldengeschichte.
Er ist erst mal einfach nur ein Fehler.

Wertvoll wird er erst, wenn jemand hinschaut, ihn einordnet und daraus etwas macht.
Sonst ist es keine Entwicklung, sondern bloß Wiederholung mit besserer Ausrede.

Trial-and-Error klingt hübsch.
In echt ist es oft Arbeit mit beschädigter Würde.

Das Konzept ist simpel:
ausprobieren, scheitern, korrigieren, erneut probieren.

Schön und gut.

Aber in der Praxis besteht Trial-and-Error oft nicht aus genialem Forschergeist, sondern aus kleinen Bruchlandungen, Nachjustieren und dem stillen Eingeständnis, dass man gerade doch nicht so schlau war, wie man fünf Minuten vorher noch dachte.

Und genau deshalb mag ich das Thema.
Weil es ehrlich ist.

Denn Lernen ohne Reibung ist meistens nur Theorie in Sonntagskleidung.

Beim Windhund wird aus Trial-and-Error
schnell Trial-and-Terror

Ja, der Satz ist frech.
Aber leider nicht ganz aus der Luft gegriffen.

Denn Windhunde lernen natürlich durch Erfahrung.
Aber sie lernen nicht automatisch das, was der Mensch gern hätte.
Sie lernen erstmal das, was funktioniert.

Aus ihrer Sicht.

Wenn also ein Windhund mit Ausweichen, Schnüffeln, Scannen, Verzögern, Eigenauftrag oder einem kleinen kreativen Umweg durchkommt, dann war das für ihn nicht „ups“.

Dann war das ein Ergebnis.

Der Mensch denkt vielleicht:
„War nicht ideal, aber auch nicht so schlimm.“

Der Windhund denkt:
„Interessant. Das geht also. Beim nächsten Mal muss ich nur noch beharrlicher sein.“

Und zack ist man mitten in einem Problem, das später wieder sehr feierlich analysiert wird,
obwohl es am Anfang oft nur daran lag, dass keiner den Rahmen wieder eingesammelt hat.

Der Windhund unterscheidet nicht zwischen guter und
schlechter Ausbildung.

Der Fehler des Windhunds ist oft gar nicht das Hauptproblem

Das klingt erstmal unfreundlich, ist aber wichtig.

Ein Windhund darf Fehler machen.
Er darf etwas versuchen.
Er darf zeigen, dass er gerade eine andere Idee hat.
Er darf sichtbar machen, wo der Rahmen löchrig ist.

Das eigentliche Problem entsteht oft erst dann, wenn der Mensch daraus keine Konsequenz macht.

Wenn der Gedanke kommt:
„Na ja, jetzt ist es eh passiert. Dann eben beim nächsten Mal.“

Nein.

Eben nicht beim nächsten Mal.

Nicht morgen.
Nicht nach dem Mittagessen.
Nicht beim übernächsten Spaziergang.
Nicht in einer mystischen Trainingszukunft, in der plötzlich alles einfacher ist.

Sondern jetzt.

Timing wird oft behandelt wie eine Religion mit Stoppuhr

Natürlich ist Timing nicht völlig egal.
Klar ist es hilfreich, wenn ein Mensch aufmerksam ist und Dinge früh sieht.

Aber ich finde, Timing wird in vielen Hundedebatten so behandelt,
als wäre jede Reaktion außerhalb eines magischen Millisekundenfensters automatisch sinnlos.

So als müsste man sagen:
„Oh schade. Zu spät. Der Lernmoment ist vorbei. Bitte warten Sie auf den nächsten Einlass.“

Ich sehe das deutlich nüchterner.

Wichtiger als das perfekte Timing ist oft etwas anderes:
Dass der Mensch den Rahmen überhaupt wiederherstellt.

Wenn Dein Windhund etwas tut, das gerade nicht angemessen ist, dann ist nicht die entscheidende Frage:
„War ich schnell genug?“

Die entscheidende Frage ist:
„Korrigiere ich es wieder – oder lasse ich es einfach stehen?“

Denn genau das merkt sich der Windhund.

Nicht nur seinen eigenen Versuch.
Sondern auch Dein Zögern, Dein Wegschauen, Dein inneres „ach egal“.

Und daraus lernt er womöglich mehr als aus seinem eigentlichen Fehler.

Nämlich:
„Aha. Geht also doch.“

Korrigieren heißt nicht Theater machen

Das ist mir wichtig.

Mit „korrigieren“ meine ich kein Drama.
Kein beleidigtes Nachtragend sein.
Kein hektisches Brimborium.
Kein menschliches Opernfinale auf offener Straße.

Ich meine:
Du bringst den Windhund wieder in den Abschnitt, in die Position, in den Rahmen zurück, den Du vorgesehen hattest.

Klar.
Nüchtern.
Ohne Show.

Nicht, weil Du nachträglich Recht behalten willst.
Sondern weil der Rahmen sonst offen bleibt.

Und genau diese offenen Stellen sind es, aus denen später diese wunderbar missverstandenen Alltagsthemen werden, bei denen alle sagen:
„Komisch, warum macht er das denn immer wieder?“

Ja.
Weil es irgendwann funktioniert hat.
Und weil keiner das Kapitel sauber beendet hat.

Fehler sind nicht schlimm. Stehenlassen schon eher.

Ich glaube, das ist der eigentliche Kern.

Nicht der Fehler an sich ist das Drama.
Nicht das Scheitern.
Nicht der missglückte Moment.
Nicht einmal die Eigenidee des Windhunds.

Das Problem ist, wenn daraus keine Ordnung mehr entsteht.

Denn dann wird aus einem kurzen Fehlversuch ein Modell.
Aus einem Modell eine Gewohnheit.
Und aus der Gewohnheit irgendwann ein Thema, das dann wieder groß und schwer und bedeutungsvoll besprochen wird, obwohl es oft viel kleiner begonnen hat.

Deshalb ist der Satz „nun ist es ja eh passiert“ im Alltag mit Windhund ungefähr so hilfreich wie ein Sieb auf einem Boot, das mit Wasser vollläuft.

Stimmt technisch vielleicht irgendwie.
Hilft aber in der Lage nicht.

42 ist deshalb gar keine schlechte Zahl

42 erinnert mich daran, dass Antworten selten geschniegelt daherkommen.

Manchmal ist die Antwort nicht:
„Mach alles perfekt.“

Manchmal ist die Antwort:
„Schau hin.“

Oder:
„Tu nicht so, als wäre der Moment vorbei, nur weil Du ihn nicht in Gold gerahmt erwischt hast.“

Oder:
„Stell die Ordnung wieder her.“

Und manchmal, sehr windhundgerecht:
„Nur weil es elegant aussieht, ist es noch lange keine gute Idee.“

Warum ich Dinge wiederhole
Ich wiederhole manche Inhalte bewusst.
Nicht, weil Du sie nicht verstehst.
Sondern weil Windhunde im Alltag schneller sind
als unser Gedächtnis.
Wiederholung ist hier kein Mangel.
Sie ist Teil der Begleitung.

Und was haben die 42 Zähne damit zu tun?

Mehr als man denkt.

Denn sie erinnern freundlich daran, dass ein Hund kein Wattewesen ist.
Kein Kalenderblatt.
Kein pädagogisches Wunschprojekt.
Und ein Windhund schon gar nicht.

Er ist fein, sensibel, schnell, klug und oft von beeindruckender Präzision.
Aber eben auch real.

Die Realität hat Kanten.
Und manchmal Zähne.

Nicht als Drohung.
Sondern als Erinnerung daran, dass Beziehung, Führung und Lernen nichts mit romantischer Verklärung zu tun haben, sondern mit Klarheit, Wahrnehmung und Verantwortung.

Aus der Praxis heißt das nicht:
Fehlerfreiheit ist kein Ziel.

Sondern: Fehler nicht romantisieren, sondern den Rahmen wiederherstellen.
Zwei Windhunde stehen draußen auf einem Feldweg in winterlicher Landschaft und tragen Maulkörbe. Im Vordergrund ein weißer Windhund mit braunen Abzeichen, dahinter ein schwarzer Windhund mit weißer Brust. Beide blicken aufmerksam.

Fazit

Macht Scheitern erfolgreicher?

Ich würde sagen:
Nicht das Scheitern selbst. Sondern der Umgang damit.

Fehler sind Rohmaterial.
Aber nur dann, wenn jemand bereit ist, sie zu sehen, einzuordnen und den Rahmen wiederherzustellen.

Gerade beim Windhund.

Nicht perfekte Reaktion entscheidet alles.
Nicht die Millisekunde.
Nicht die Stoppuhr.
Nicht das fromme Warten auf „beim nächsten Mal“.

Sondern dass Du den Fehler nicht einfach stehen lässt.

Denn Dein Windhund darf Fehler machen.
Aber Du solltest sie nicht archivieren wie wertvolle Sammlerstücke.

Du solltest sie sortieren.

Und falls das Leben auf fast alles wirklich mit 42 antwortet, dann ist das vielleicht gar nicht so schlecht.

Beim Windhund notfalls mit Zähnen.

WIndhunde verstehen. Dein Windhund, Deine verantwortung.

Wenn Du Deinen Windhund wirklich verstehen willst, dann empfehle ich Dir:

Sehen.
Lernen.
Verstehen.

Haltung und Führung.

Von Überweisungsheilungen und Fernverbindungen

Von Überweisungsheilungen und Fernverbindungen

Zwei Geschichten aus dem echten Windhundalltag

Es gibt Tage, da sitze ich Zuhause, trinke meinen Kaffee und denke: „Das kann ich mir nicht mal ausdenken.“ Meistens sind das die Tage, an denen Barsois beteiligt sind.

Heute ist so ein Tag. Zwei Rückmeldungen von Kunden trudeln ein – unabhängig voneinander, beide am selben Sonntag, beide mit einem Hauch von „Zauberei“. Und beide mit Barsoi-Beteiligung.

1. Kyron, der „namenlose“ Barsoi – und die vermeintliche Fernheilung

Iris schickt mir eine Sprachnachricht. Sie sitzt im Auto, Hintergrundrauschen inklusive – Windhundmensch auf Achse. Und dann sagt sie sinngemäß:

„Einen schönen Sonntag, Monika. Ich wollte Dir nur sagen: Du solltest auf Deiner Homepage unbedingt ‘Fernheilung’ mit angeben. Seit ich Dir geschrieben habe, dass Kyron seinen Namen nicht kennt – kennt er ihn! Also, ich weiß nicht, wie Du das machst, aber es funktioniert.“

Ich höre das und fange an zu lachen. „Fernheilung“ – klar. Als hätte ich heimlich mit Hilfe von KI an der Kyron-Antenne gedreht. Aber natürlich ist da etwas passiert – nur eben nichts Mystisches.

In dem Moment, in dem Iris mir geschrieben hat, dass Kyron seinen Namen nicht kennt, hat sie angefangen, anders hinzuschauen. Sie war aufmerksamer, wacher, präsenter. Und Kyron – als Barsoi mit eingebautem Feinempfänger – hat genau das gespürt.

Plötzlich wird der Name nicht „nur so nebenbei“ verwendet, sondern klar, bewusst, zugewandt. Und der Windhund reagiert. Keine Fernheilung. Kein Zauber. Keine versteckte Esoterik. Sondern schlichte, kraftvolle Realität:

Wenn Du Deinen Windhund wirklich wahrnimmst, verändert sich etwas zwischen Euch.

2. Überweisungsheilung & SEPA-Entspannung – zwei schlafende Barsois

Die zweite Nachricht kommt per E-Mail von einer Kundin, nennen wir sie Kirsi. Sie muss einen für Dienstag geplanten Termin absagen, den sie schon bezahlt hatte. Soweit noch nichts Besonderes. Aber dann schreibt sie:

„Ja, ich gebe Bescheid. Das Überweisen von dem Geld hat schon geholfen: Ich war gestern einkaufen und als ich wieder zurückkam, war hier totale Ruhe. Die beiden haben tief und fest geschlafen, als ich die Tür aufgemacht habe. Man könnte behaupten, es liegt an dem Zwingerhusten, aber ich bin fest überzeugt, dass Ihr Training schon hilft.“

Und wieder musste ich lachen. Überweisungsheilung. SEPA-gestützte Trainingswirkung. Wenn ich das als Angebot auf die Website schreibe, explodiert wahrscheinlich irgendjemandem der Kopf.

Was ist wirklich passiert? Kirsi hat eine Entscheidung getroffen. Sie hat den Termin gebucht, bezahlt, sich innerlich sortiert. Kein „Vielleicht“, kein „Mal sehen“. Sondern ein klares: „Ich kümmere mich.“

Und dieses innere Aufräumen wirkt. Auf Dich. Auf Deinen Körper. Auf Deine Stimme. Und damit auch auf Deine Windhunde. Statt einer angespannten Halterin mit schlechtem Gewissen stehen da plötzlich zwei Barsois in einem Feld von: „Alles klar, sie hat einen Plan.“

Dass die beiden dann tief und fest schlafen, wenn sie vom Einkaufen zurückkommt, ist kein Beweis für medizinische Wunder – sondern ein ziemlich normaler Effekt von: klare Menschen, entspannte Windhunde.

3. Was beide Geschichten verbindet

Jetzt kommt der eigentliche Knaller: Kyron – der Barsoi mit der plötzlichen Namenskenntnis – und die beiden Tiefschläfer von Kirsi sind alle Barsois. Natürlich. Wer sonst sollte so feine Rückmeldungen geben wie: „Ich spüre, dass Du jetzt klarer bist“ – und das dann im Alltag kommentarlos leben?

Barsois sind Meister darin, uns zu spiegeln. Sie sehen, was zwischen den Momenten passiert. Sie merken, wenn wir von „Ich hoffe, es wird irgendwie besser“ zu „Ich übernehme Verantwortung“ wechseln. Und sie reagieren – still, direkt, glasklar.

In beiden Geschichten steckt dieselbe Botschaft:

Es ist nicht die Fernheilung. Es ist nicht die Überweisung. Es ist die Verbindung dazwischen.

In dem Moment, in dem Du anfängst, Dein Handeln bewusster zu sehen, verändert sich Dein Windhund. Nicht, weil ich aus der Ferne an ihm „herumdoktere“, sondern weil Du angefangen hast, Deinen Anteil ernst zu nehmen.

Und wenn dabei der Eindruck entsteht, ich würde heimlich Fernheilungen verschicken oder Überweisungen mit Trainingswirkung versehen – dann nehme ich das mit Humor. Was ich wirklich mache, ist viel unspektakulärer und gleichzeitig viel kraftvoller:

Ich helfe Dir, Deinen Windhund klarer zu sehen. Und meistens reicht genau das, damit im Alltag etwas in Ruhe fällt.

PS: Falls sich irgendwann eine eigene Rubrik „Barsoi-Botenberichte“ auf meiner Seite findet – wundere Dich nicht. Es sind genau solche Geschichten, die zeigen, wie leise und gleichzeitig deutlich Windhunde wirken. Kein Zauber. Kein Heiligenschein. Nur Barsoi-Standard mit eingebautem Feinempfänger.

Windhunde verstehen.
Dein Windhund, Deine Verantwortung!

Nachruf auf 2,5 Tage Windhund-Seminar in Brandenburg & ein 1:1 in Berlin

Nachruf auf 2,5 Tage Windhund-Seminar in Brandenburg & ein 1:1 in Berlin

So fing das Wochenende an: heiß, anstrengend, echt – genau wie die Themen, die uns erwarteten.

Die Fahrt am Donnerstag von Hamburg nach Brandenburg war schon die erste Prüfung: 35 °C im Schatten. Wer jetzt denkt „Die Mosch fährt bestimmt entspannt mit Klimaanlage“ – falsch gedacht. Mein Auto hat zwar eine, aber die ist „gerade“ kaputt. Also: Gitter ins Rücksitzfenster, alle Scheiben runter, und hoffen, dass wenigstens der Fahrtwind ein bisschen Kühlung bringt.

Freitag: Auftakt bei sengender Hitze

Am Freitag, 14 Uhr, trafen wir uns dann bei brütender Hitze auf dem Platz von Anne Neumann. Viel Schatten, viel Theorie – und dazwischen die Windhunde. Die, die meinen Unterricht direkt störten, die wurden „abgestellt“.

Einer davon: Sami, mein Casanova. Saluki-Greyhound-Mix, sexuell hochmotiviert, jagte alles, markierte überall, zog sein Frauchen durch die Gegend. Freitag erstmal ruhiggestellt, dann haben wir langsam Verbindung aufgebaut. Nach 2,5 Tagen war er sichtbar leichter – nicht, weil er sich kaputtgelaufen hätte, sondern weil endlich Schluss war mit Leckerli-Stopfen.

Zentrale Erkenntnis für Frauchen: Es reicht nicht, auf Liebe & Streicheln zu setzen. Führung bedeutet auch: Grenzen setzen, Ursachen verstehen, Verhalten verändern.

Wiederholungstäter & neue Gesichter

Dann gab es die Wiederholungstäter: zwei Windspiele von Marion & Sybille. Ich war nicht nur überrascht, sondern beeindruckt, was die vier zusammen seit dem letzten Mal gelernt hatten.

Auch Wiederholungstäterin Anne mit ihrem Galgo Español war dabei. Für sie ging es um die Frage: Wann greife ich ein – und wann lasse ich laufen? Was toleriere ich – und was nicht?

Dazu kamen drei Silken Windsprites, jeder mit ganz eigenen Themen. Am letzten Tag gesellte sich noch ein vierter Silken dazu. Mit Anne, Andreas und Leonie haben wir viele Fragen geklärt – und ich mochte ihre Art zu fragen: direkt, ehrlich, neugierig.

Samstag & Sonntag: raus in die Natur

Am Wochenende ging es raus in die Natur, dahin, wo Begegnungen echt sind. Zum Glück hatte sich auch das Wetter angepasst – es war deutlich kühler, und so konnte ich nicht nur erklären, sondern auch moderieren. Ich zeigte, was die Windhunde an Verhalten präsentierten – und die Besitzer setzten es direkt um. Alle haben sich super geschlagen.

Montag: Rosalie in Berlin

Am Montagmorgen wartete dann in Berlin schon das nächste Abenteuer: Rosalie, eine Barsoi-Hündin, 2 Jahre alt. Ein 1:1-Coaching mitten in der Stadt. Da ich meine eigenen Windhunde im Auto hatte, fiel ein Hausbesuch aus. Zum Glück gab’s einen Schattenparkplatz in der Nähe, und Rosalie samt Besitzer kam dorthin.

Erkenntnisse für Rosalie & ihre Menschen

  1. Reagiere früher – gib Rosalie eine Antwort, bevor sie eskaliert.
  2. Jeder Hund darf hier sein – auch die Kleinen.
  3. Krallenpflege gehört in den Verantwortungsbereich des Menschen.

Und genau da liegt der Knackpunkt: Wenn der Mensch vom Windhund Verbindlichkeit verlangt, muss er sie selbst vorleben. Verantwortung beginnt bei scheinbar kleinen Dingen – wie Krallen schneiden – und endet bei der Leinenführigkeit. Erst wenn der Mensch das ABC der Fürsorge und Führung ernst nimmt, kann er vom Windhund erwarten, dass er „lesen und schreiben“ lernt – was nicht ohne das ABC für den Windhund geht. So lange erklären und konsequent sein, bis der Windhund signalisiert, dass er es verstanden hat.

Und im Umkehrschluss: Erst wenn beide ihr ABC beherrschen, kann der Windhund „lesen und schreiben“ – so wie der Mensch auch.

Für die Besitzer heißt das: alte Muster durchbrechen, sich neu etablieren und konsequent Verantwortung übernehmen.

Mehr erfahren zum Alltagstraining für Windhunde

Wie Verbindlichkeit und Klarheit den Unterschied machen: Alles zum Alltagstraining für Windhunde findest Du hier.

Ja, das klingt nach mir

Ausblick

Ich bin gespannt, wie sich die Teams entwickeln – und freue mich, wenn sie im Oktober in der Sighthound-Lounge berichten. Dort ist Platz für Fragen, Rückmeldungen und den nächsten Schritt in Richtung verbindliches Miteinander.

FAQ

Frage: Was bringt ein Windhund-Seminar in Brandenburg?
Antwort: Neben Theorie und Praxis geht es vor allem darum, die Ursachen für Verhalten zu verstehen. Beispiel Sami, der Casanova-Saluki-Greyhound, zeigte deutlich: Nur Liebe reicht nicht – Verbindlichkeit und Führung machen den Unterschied.

Frage: Was lernt man im 1:1 Coaching mit Barsoi Rosalie?
Antwort: Früh reagieren, klare Antworten geben, Krallenpflege beachten – und alte Muster durchbrechen, um dem Windhund das „ABC“ beizubringen.

Windhunde verstehen. Dein Windhund. Deine Verantwortung

Zwischen Alltag und Abenteuer – warum Winsen an der Aller im Mai mehr ist als nur Training

Zwischen Alltag und Abenteuer – warum Winsen an der Aller im Mai mehr ist als nur Training

Im Mai bin ich wieder unterwegs. Nicht auf Weltreise. Nicht im Sabbatical.
Sondern in Winsen an der Aller bei Hannover – mit Windhunden, Gummistiefeln, Glitzer und ganz viel echter Zeit.

Ich nenne es Windhundzeit.

Weil es genau das ist: Eine Zeit, in der es nicht um Leistung geht, sondern um Verbindung.
Zwischen Mensch und Windhund. Zwischen Alltag und Training. Zwischen „Ich weiß nicht, wie ich das lösen soll“ und „Jetzt hab ich’s verstanden!“

Winsen an der Aller bei Hannover. Windhund-Qulitätszeit

Was passiert in Winsen an der Aller?

Ich biete:

  • Train & Walks in kleinen Gruppen – vier Termine pro Block, draußen, nah am echten Leben
  • Intensive Coachingtage, an denen DU mich begleitest – oder ich Dich
  • Und dazwischen: Kochen, Einkaufen, Spazierengehen, Krallenpflege, Gespräche über Rückruf, Podencos, Weltfrieden und alles, was Dich sonst beschäftigt

Kein fester Kurs. Kein Schema F. Kein Seminarraum.
Dafür: Alltag, echte Situationen, ehrliches Feedback – und ja, manchmal auch ein Glitzerwein am Abend.

Für wen ist das was?

Für Menschen, die mehr wollen als nur 60 Minuten Training.
Für DICH, wenn DU Deinen Windhund besser verstehen willst.
Für DICH, wenn DU Deine Verantwortung ernst nimmst – aber auch Deinen Humor nicht verloren hast.

Noch sind Plätze frei.

Alle Infos zur Windhundzeit in Winsen an der Aller findest DU hier:

Vielleicht sehen wir uns ja im Mai.
Mit Hund, Herz – und einer großen Portion Windhundliebe.

WINDHUNDE VERSTEhEn. Dein windhund, deine verantwortung.

Der Text ist nicht kopierbar.