Es gibt Tage, da sitze ich Zuhause, trinke meinen Kaffee und denke:
„Das kann ich mir nicht mal ausdenken.“
Meistens sind das die Tage, an denen Barsois beteiligt sind.
Heute ist so ein Tag. Zwei Rückmeldungen von Kunden trudeln ein – unabhängig voneinander,
beide am selben Sonntag, beide mit einem Hauch von „Zauberei“. Und beide mit Barsoi-Beteiligung.
1. Kyron, der „namenlose“ Barsoi – und die vermeintliche Fernheilung
Iris schickt mir eine Sprachnachricht. Sie sitzt im Auto,
Hintergrundrauschen inklusive – Windhundmensch auf Achse. Und dann sagt sie sinngemäß:
„Einen schönen Sonntag, Monika. Ich wollte Dir nur sagen: Du solltest auf Deiner Homepage unbedingt
‘Fernheilung’ mit angeben. Seit ich Dir geschrieben habe, dass Kyron seinen Namen nicht kennt – kennt er ihn!
Also, ich weiß nicht, wie Du das machst, aber es funktioniert.“
Ich höre das und fange an zu lachen. „Fernheilung“ – klar. Als hätte ich heimlich mit Hilfe von KI
an der Kyron-Antenne gedreht. Aber natürlich ist da etwas passiert – nur eben nichts Mystisches.
In dem Moment, in dem Iris mir geschrieben hat, dass Kyron seinen Namen nicht kennt,
hat sie angefangen, anders hinzuschauen. Sie war aufmerksamer, wacher, präsenter.
Und Kyron – als Barsoi mit eingebautem Feinempfänger – hat genau das gespürt.
Plötzlich wird der Name nicht „nur so nebenbei“ verwendet, sondern klar, bewusst, zugewandt.
Und der Windhund reagiert. Keine Fernheilung. Kein Zauber. Keine versteckte Esoterik.
Sondern schlichte, kraftvolle Realität:
Wenn Du Deinen Windhund wirklich wahrnimmst, verändert sich etwas zwischen Euch.
2. Überweisungsheilung & SEPA-Entspannung – zwei schlafende Barsois
Die zweite Nachricht kommt per E-Mail von einer Kundin, nennen wir sie Kirsi.
Sie muss einen für Dienstag geplanten Termin absagen, den sie schon bezahlt hatte.
Soweit noch nichts Besonderes. Aber dann schreibt sie:
„Ja, ich gebe Bescheid. Das Überweisen von dem Geld hat schon geholfen:
Ich war gestern einkaufen und als ich wieder zurückkam, war hier totale Ruhe.
Die beiden haben tief und fest geschlafen, als ich die Tür aufgemacht habe.
Man könnte behaupten, es liegt an dem Zwingerhusten, aber ich bin fest überzeugt,
dass Ihr Training schon hilft.“
Und wieder musste ich lachen. Überweisungsheilung. SEPA-gestützte Trainingswirkung.
Wenn ich das als Angebot auf die Website schreibe, explodiert wahrscheinlich irgendjemandem der Kopf.
Was ist wirklich passiert? Kirsi hat eine Entscheidung getroffen. Sie hat den Termin gebucht,
bezahlt, sich innerlich sortiert. Kein „Vielleicht“, kein „Mal sehen“.
Sondern ein klares: „Ich kümmere mich.“
Und dieses innere Aufräumen wirkt. Auf Dich. Auf Deinen Körper. Auf Deine Stimme.
Und damit auch auf Deine Windhunde. Statt einer angespannten Halterin mit schlechtem Gewissen
stehen da plötzlich zwei Barsois in einem Feld von:
„Alles klar, sie hat einen Plan.“
Dass die beiden dann tief und fest schlafen, wenn sie vom Einkaufen zurückkommt,
ist kein Beweis für medizinische Wunder – sondern ein ziemlich normaler Effekt von:
klare Menschen, entspannte Windhunde.
3. Was beide Geschichten verbindet
Jetzt kommt der eigentliche Knaller:
Kyron – der Barsoi mit der plötzlichen Namenskenntnis – und die beiden Tiefschläfer von Kirsi
sind alle Barsois. Natürlich. Wer sonst sollte so feine Rückmeldungen geben wie:
„Ich spüre, dass Du jetzt klarer bist“ – und das dann im Alltag kommentarlos leben?
Barsois sind Meister darin, uns zu spiegeln. Sie sehen, was zwischen den Momenten passiert.
Sie merken, wenn wir von „Ich hoffe, es wird irgendwie besser“ zu
„Ich übernehme Verantwortung“ wechseln. Und sie reagieren – still, direkt, glasklar.
In beiden Geschichten steckt dieselbe Botschaft:
Es ist nicht die Fernheilung.
Es ist nicht die Überweisung.
Es ist die Verbindung dazwischen.
In dem Moment, in dem Du anfängst, Dein Handeln bewusster zu sehen, verändert sich Dein Windhund.
Nicht, weil ich aus der Ferne an ihm „herumdoktere“, sondern weil Du angefangen hast,
Deinen Anteil ernst zu nehmen.
Und wenn dabei der Eindruck entsteht, ich würde heimlich Fernheilungen verschicken oder
Überweisungen mit Trainingswirkung versehen – dann nehme ich das mit Humor.
Was ich wirklich mache, ist viel unspektakulärer und gleichzeitig viel kraftvoller:
Ich helfe Dir, Deinen Windhund klarer zu sehen.
Und meistens reicht genau das, damit im Alltag etwas in Ruhe fällt.
PS:
Falls sich irgendwann eine eigene Rubrik „Barsoi-Botenberichte“ auf meiner Seite findet –
wundere Dich nicht. Es sind genau solche Geschichten, die zeigen,
wie leise und gleichzeitig deutlich Windhunde wirken.
Kein Zauber. Kein Heiligenschein.
Nur Barsoi-Standard mit eingebautem Feinempfänger.
Windhunde verstehen. Dein Windhund, Deine Verantwortung!
So fing das Wochenende an: heiß, anstrengend, echt – genau wie die Themen, die uns erwarteten.
Die Fahrt am Donnerstag von Hamburg nach Brandenburg war schon die erste Prüfung: 35 °C im Schatten. Wer jetzt denkt „Die Mosch fährt bestimmt entspannt mit Klimaanlage“ – falsch gedacht. Mein Auto hat zwar eine, aber die ist „gerade“ kaputt. Also: Gitter ins Rücksitzfenster, alle Scheiben runter, und hoffen, dass wenigstens der Fahrtwind ein bisschen Kühlung bringt.
Freitag: Auftakt bei sengender Hitze
Am Freitag, 14 Uhr, trafen wir uns dann bei brütender Hitze auf dem Platz von Anne Neumann. Viel Schatten, viel Theorie – und dazwischen die Windhunde. Die, die meinen Unterricht direkt störten, die wurden „abgestellt“.
Einer davon: Sami, mein Casanova. Saluki-Greyhound-Mix, sexuell hochmotiviert, jagte alles, markierte überall, zog sein Frauchen durch die Gegend. Freitag erstmal ruhiggestellt, dann haben wir langsam Verbindung aufgebaut. Nach 2,5 Tagen war er sichtbar leichter – nicht, weil er sich kaputtgelaufen hätte, sondern weil endlich Schluss war mit Leckerli-Stopfen.
Zentrale Erkenntnis für Frauchen: Es reicht nicht, auf Liebe & Streicheln zu setzen. Führung bedeutet auch: Grenzen setzen, Ursachen verstehen, Verhalten verändern.
Wiederholungstäter & neue Gesichter
Dann gab es die Wiederholungstäter: zwei Windspiele von Marion & Sybille. Ich war nicht nur überrascht, sondern beeindruckt, was die vier zusammen seit dem letzten Mal gelernt hatten.
Auch Wiederholungstäterin Anne mit ihrem Galgo Español war dabei. Für sie ging es um die Frage: Wann greife ich ein – und wann lasse ich laufen? Was toleriere ich – und was nicht?
Dazu kamen drei Silken Windsprites, jeder mit ganz eigenen Themen. Am letzten Tag gesellte sich noch ein vierter Silken dazu. Mit Anne, Andreas und Leonie haben wir viele Fragen geklärt – und ich mochte ihre Art zu fragen: direkt, ehrlich, neugierig.
Samstag & Sonntag: raus in die Natur
Am Wochenende ging es raus in die Natur, dahin, wo Begegnungen echt sind. Zum Glück hatte sich auch das Wetter angepasst – es war deutlich kühler, und so konnte ich nicht nur erklären, sondern auch moderieren. Ich zeigte, was die Windhunde an Verhalten präsentierten – und die Besitzer setzten es direkt um. Alle haben sich super geschlagen.
Montag: Rosalie in Berlin
Am Montagmorgen wartete dann in Berlin schon das nächste Abenteuer: Rosalie, eine Barsoi-Hündin, 2 Jahre alt. Ein 1:1-Coaching mitten in der Stadt. Da ich meine eigenen Windhunde im Auto hatte, fiel ein Hausbesuch aus. Zum Glück gab’s einen Schattenparkplatz in der Nähe, und Rosalie samt Besitzer kam dorthin.
Erkenntnisse für Rosalie & ihre Menschen
Reagiere früher – gib Rosalie eine Antwort, bevor sie eskaliert.
Jeder Hund darf hier sein – auch die Kleinen.
Krallenpflege gehört in den Verantwortungsbereich des Menschen.
Ich bin gespannt, wie sich die Teams entwickeln – und freue mich, wenn sie im Oktober in der Sighthound-Lounge berichten. Dort ist Platz für Fragen, Rückmeldungen und den nächsten Schritt in Richtung verbindliches Miteinander.
FAQ
Frage: Was bringt ein Windhund-Seminar in Brandenburg? Antwort: Neben Theorie und Praxis geht es vor allem darum, die Ursachen für Verhalten zu verstehen. Beispiel Sami, der Casanova-Saluki-Greyhound, zeigte deutlich: Nur Liebe reicht nicht – Verbindlichkeit und Führung machen den Unterschied.
Frage: Was lernt man im 1:1 Coaching mit Barsoi Rosalie? Antwort: Früh reagieren, klare Antworten geben, Krallenpflege beachten – und alte Muster durchbrechen, um dem Windhund das „ABC“ beizubringen.
Windhunde verstehen. Dein Windhund. Deine Verantwortung
Im Mai bin ich wieder unterwegs. Nicht auf Weltreise. Nicht im Sabbatical. Sondern in Winsen an der Aller bei Hannover – mit Windhunden, Gummistiefeln, Glitzer und ganz viel echter Zeit.
Ich nenne es Windhundzeit.
Weil es genau das ist: Eine Zeit, in der es nicht um Leistung geht, sondern um Verbindung. Zwischen Mensch und Windhund. Zwischen Alltag und Training. Zwischen „Ich weiß nicht, wie ich das lösen soll“ und „Jetzt hab ich’s verstanden!“
Was passiert in Winsen an der Aller?
Ich biete:
Train & Walks in kleinen Gruppen – vier Termine pro Block, draußen, nah am echten Leben
Intensive Coachingtage, an denen DU mich begleitest – oder ich Dich
Und dazwischen: Kochen, Einkaufen, Spazierengehen, Krallenpflege, Gespräche über Rückruf, Podencos, Weltfrieden und alles, was Dich sonst beschäftigt
Kein fester Kurs. Kein Schema F. Kein Seminarraum. Dafür: Alltag, echte Situationen, ehrliches Feedback – und ja, manchmal auch ein Glitzerwein am Abend.
Für wen ist das was?
Für Menschen, die mehr wollen als nur 60 Minuten Training. Für DICH, wenn DU Deinen Windhund besser verstehen willst. Für DICH, wenn DU Deine Verantwortung ernst nimmst – aber auch Deinen Humor nicht verloren hast.
Noch sind Plätze frei.
➤ Alle Infos zur Windhundzeit in Winsen an der Aller findest DU hier:
“Ein Mensch soll ein Lieblingstier auswählen und es studieren, bis er die Unschuld seines Verhaltens versteht und seine Laute und Bewegungen deuten kann.” – Monika Mosch
In meiner Arbeit als Hundetrainerin, spezialisiert auf Windhunde, lebe ich meine Philosophie jeden Tag.