Veröffentlicht am 14/04/2025 – Aktualisiert am 27. August 2026
Von einer, die mit Windhunden spricht – und neuerdings auch mit ChatGPT.
Ich gebe es offen zu: Ich diskutiere mit einer KI über Leckerlis. Und das regelmäßig. Nicht, weil ich den Verstand verloren hätte – im Gegenteil.
Ich finde es ziemlich sinnvoll, mir mit einem digitalen Beikoch (so nenne ich meine KI gern) Gedanken über Sinn und Unsinn von Trainings-Leckerlis, über Marketing-Texte und über das bunte Windhund-Leben zu machen. Und wenn wir ganz ehrlich sind: So ein Beikoch fragt nie genervt nach, kaut keine Kabel durch und pinkelt auch nicht in den Flur. Ein echter Vorteil.
„Speichert der das etwa alles?!“
Aber dann kommt sie, die große Frage aus der analogen Welt: „Sag mal, speichert der das alles? Liest das dann später jemand? Kommt das in die Zeitung?!“
Ich verstehe die Sorge. Wirklich. Denn das Internet ist voll von „KI übernimmt die Welt“-Schlagzeilen, von Datenkraken-Alarm und BILD-Content-Deals. Da fragt man sich schon mal:
Ist das hier noch ein Tool – oder schon ein Spion im Windhundpelz?
Keine Leckerli-Verschwörung. Versprochen.
Ich nutze KI als Werkzeug. Zum Sortieren, Gegenhalten, Nachfragen, Schärfen – manchmal auch zum gepflegten Diskutieren über Leckerlis.
Welche Informationen eine KI speichert, erinnert oder für spätere Gespräche nutzt, hängt vom jeweiligen Dienst und den persönlichen Einstellungen ab. Deshalb lohnt sich ein Blick in die jeweiligen Datenschutz- und Erinnerungseinstellungen.
Für mich ist der entscheidende Punkt ein anderer: Ich entscheide, was ich einer KI anvertraue. Und ich entscheide auch, was davon später öffentlich wird.
Die Verantwortung dafür bleibt bei mir. Es sei denn, ich entscheide mich, daraus einen Text fürs Magazin zu machen. Wie jetzt gerade.
Öffentlich bleibt öffentlich – aber privat bleibt privat.
Was ich veröffentliche, ist öffentlich. Ein Magazinartikel, ein Social-Media-Beitrag oder eine Website kann gelesen, gefunden und weiterverarbeitet werden.
Was ich dagegen in einer Unterhaltung mit einer KI schreibe, behandle ich genauso bewusst wie andere digitale Kommunikation: Ich überlege vorher, welche Informationen dort hineingehören und welche nicht.
KI nimmt mir diese Entscheidung nicht ab.
Sie kann mir beim Denken helfen. Aber sie übernimmt weder Verantwortung noch Urteilsvermögen.
Und genau deshalb ist sie für mich kein Orakel.
Sondern ein Werkzeug.
Meinen Stil kann man nicht klauen. Schon gar nicht mein „Windhund-Stimmungs-Gen“.
Kein Orakel, sondern ein Werkzeug.
Ich glaube fest daran, dass wir diese Technik nicht verteufeln sollten – aber auch nicht blind feiern. Sie ist da. Punkt.
Die spannende Frage ist:
Wie nutzen wir sie klug?
Für mich bedeutet das:
Ich verwende meine KI wie ein kluges Notizbuch mit Sprachwitz. Ich lasse mir Ideen sortieren, Gedanken ordnen, Argumente spiegeln. Und ich habe immer das letzte Wort – denn: Ich stehe mit meinem Namen hinter jedem Text.
Also, ja: Ich diskutiere mit einer KI über Leckerlis. Und nein, das ist nicht gefährlich. Es ist nur ein weiteres Werkzeug in meiner bunten, manchmal auch leicht chaotischen Windhundwelt. Und wenn mir das hilft, meine Themen besser auf den Punkt zu bringen, dann ist das eben meine Art von:
„Glitzer streuen.“
Für Amadeo, Spyder, Percy, Leto – Jeder auf seine Art ein Kapitel. Zusammen: ein Buch, das keiner so schnell schreibt.
Meine „Rentiergang“: Nicht mehr vollständig – aber unvergessen. 🐾
Windhunde verstehen – Dein Windhund, Deine Verantwortung.
Windhunde verstehen. Dein Windhund, Deine Verantwortung.
Ein Windhund-Welpe ist nicht einfach ein niedlicher kleiner Hund, der irgendwann größer wird.
Er lernt vom ersten Tag an – ob der Mensch hinschaut, erkennt und führt, oder ob der Alltag die Ausbildung übernimmt.