by Monika Mosch | Jan. 12, 2026 | Alltag und Begleitung, Haltung und Wahrnehmung
Ich schreibe diesen Artikel nicht, weil ich plötzlich Lust auf Chemie hatte.
Sondern weil Begriffe wie „PFC-frei“ inzwischen auch bei Windhundmänteln und -pullovern auftauchen –
gerne in Kombination mit dem Versprechen: „wasserabweisend“.
Klingt gut.
Klingt sicher.
Klingt nach: Kann man kaufen.
Und genau da lohnt es sich, kurz stehen zu bleiben.
Nicht misstrauisch.
Aber aufmerksam.
Einordnung aus meiner Arbeit:
Ich lese Studien gern – aber ich übersetze sie immer zurück in die Praxis. Auf dieser Seite verbinde ich beides: was untersucht wurde, und was sich im Alltag mit Windhunden tatsächlich zeigt.
Was ist PFC – und warum betrifft das Windhund-Bekleidung?
PFC ist die Kurzform für PFAS
(per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen).
Diese Stoffgruppe sorgt dafür, dass Materialien:
- Wasser abperlen lassen
- Schmutz keine Chance hat
- alles irgendwie „pflegeleicht“ wirkt
Technisch brillant.
Chemisch extrem stabil.
Ökologisch… nun ja.
PFAS bauen sich kaum ab, bleiben sehr lange in der Umwelt
und sind genau deshalb seit Jahren in der Kritik.
Wenn heute also „PFC-frei“ auf einem Etikett steht, heißt das:
Diese Stoffgruppe ist nicht enthalten.
Das ist gut.
Aber es ist kein Zauberspruch.
„PFC-frei“ – und was dann?
„PFC-frei“ sagt nur eines:
was nicht drin ist.
Es sagt nicht:
- womit ersetzt wurde
- wie langlebig diese Alternative ist
- oder wie sie sich langfristig verhält
Gerade bei Windhund-Bekleidung –
also Dingen, die nah am Körper getragen
und nicht nach zwei Spaziergängen entsorgt werden –
ist das keine akademische Spitzfindigkeit.
Sondern schlicht relevant.
Silikon – die häufigste Alternative
Sehr häufig kommen heute silikonbasierte Beschichtungen zum Einsatz.
Silikon ist:
- chemisch stabil
- wasserabweisend
- nicht hormonell wirksam
- nicht bioakkumulativ wie PFAS
Kurze Klarstellung, weil der Begriff gern wild herumgeworfen wird:
PFAS und Silikon sind keine Geschwister, nicht mal Cousins.
PFAS sind fluorierte Chemikalien mit bekannter Umweltproblematik.
Silikone gehören zu einer ganz anderen Stoffgruppe auf Siliziumbasis.
Ist Silikon abbaubar?
Kurzfassung: Nein.
Langfassung: Es verschwindet nicht einfach, aber es verwandelt sich.
Silikon wird nicht biologisch abgebaut.
Es zerfällt über sehr lange Zeiträume durch:
- UV-Strahlung
- mechanische Belastung
- Witterung
am Ende zu Siliziumdioxid – vereinfacht gesagt: Sand.
Jetzt die zwei wichtigen Punkte:
- Das passiert nicht schnell. Eher in Zeiträumen, die kein Kalender mag.
- Es entstehen dabei keine bekannten giftigen Zwischenprodukte.
Und nein:
Sand ist nicht gleich Sand.
Aber Siliziumdioxid ist ein natürlicher, sehr weit verbreiteter Stoff.
Heißt übersetzt:
kein Öko-Heiligenschein
aber auch kein Umwelt-Drama.
Warum „biologisch abbaubar“ kein Zeitwort ist
Viele Menschen verstehen unter „biologisch abbaubar“:
Es dauert halt länger – aber am Ende ist es weg.
Das ist falsch.
Biologisch abbaubar bedeutet nicht:
- langsam
- irgendwann
- über Jahrzehnte oder Jahrhunderte
Biologisch abbaubar heißt:
Ein Stoff kann durch Mikroorganismen (Bakterien, Pilze, Enzyme)
in überschaubarer Zeit
in natürliche, unproblematische Bestandteile zerlegt werden.
Ohne Spezialbedingungen.
Ohne UV-Gewalt.
Ohne mechanische Zerstörung.
Warum Silikon nicht biologisch abbaubar ist
Silikon ist chemisch extrem stabil.
Das ist ja genau der Grund, warum es so gern eingesetzt wird.
Aber:
- Mikroorganismen können Silikon nicht verstoffwechseln
- es gibt keinen biologischen Abbauprozess
- es wird nicht Teil natürlicher Kreisläufe
Was stattdessen passiert:
Silikon zerfällt physikalisch über sehr lange Zeiträume –
durch Sonne, Reibung, Witterung –
und endet irgendwann als Siliziumdioxid (mineralischer Reststoff).
Das ist kein biologischer Abbau,
sondern chemisch-physikalische Zersetzung.
Warum das trotzdem kein Drama ist –
aber auch kein Freispruch
Und jetzt kommt die Einordnung, die oft fehlt:
- Silikon ist nicht biologisch abbaubar
- aber es ist auch nicht bioakkumulativ
- nicht hormonell wirksam
- und bildet keine bekannten toxischen Abbauprodukte
Das unterscheidet es fundamental von PFAS.
Nicht abbaubar heißt hier: langlebig.
Nicht: giftig.
Und genau dieser Unterschied ist wichtig.
Einordnung statt Heilsversprechen
Silikon ist nach dem aktuellen Stand von Wissenschaft und Forschung
kein perfekter Stoff.
Aber sehr wahrscheinlich ein vertretbarer Kompromiss.
Und vor allem gilt:
Deutlich gesünder als PFAS.
Deshalb mein Appell – ganz ohne Alarmglocken:
- Frag nach
- lass Dir erklären, was „wasserabweisend“ konkret bedeutet
- und gib Dich nicht mit Schlagworten zufrieden
Nicht aus Misstrauen.
Sondern aus Neugier mit Rückgrat.
Fazit
„Unbedenklich“ ist kein ewiger Ritterschlag.
Es ist eine Momentaufnahme dessen, was wir heute wissen und messen können.
PFC-frei ist ein Schritt.
Silikon ist – nach heutigem Kenntnisstand –
kein Ideal, aber eine deutlich vernünftigere Wahl als PFAS.
Perfekt wird es dadurch nicht.
Aber bewusster.
Und manchmal ist genau das der Punkt:
Nicht alles muss glänzen.
Manches reicht, wenn es gedacht ist.
Was bedeutet „PFC-frei“ bei Windhund-Bekleidung wirklich?
„PFC-frei“ bedeutet, dass keine per- und polyfluorierten Chemikalien (PFAS) eingesetzt wurden, die Materialien
wasser-, fett- und schmutzabweisend machen. Der Begriff sagt jedoch nichts darüber aus, womit diese Stoffe ersetzt
wurden oder wie sich die verwendeten Alternativen langfristig verhalten.
Ist Silikon eine sichere Alternative zu PFC/PFAS?
Nach dem aktuellen Stand von Wissenschaft und Forschung gilt Silikon im Vergleich zu PFAS als deutlich weniger
problematisch. Es ist nicht hormonell wirksam und reichert sich nicht im Körper an. Biologisch abbaubar ist Silikon
jedoch nicht, da Mikroorganismen es nicht abbauen können.
Was bedeutet „biologisch abbaubar“ – und warum ist das wichtig?
„Biologisch abbaubar“ ist kein Zeitversprechen, sondern ein Prozessbegriff. Er beschreibt Materialien, die durch
Mikroorganismen wie Bakterien oder Pilze in überschaubarer Zeit in unproblematische Bestandteile zerlegt und in
natürliche Kreisläufe eingebunden werden. Materialien, die lediglich durch Sonne, Reibung oder Witterung sehr
langsam zerfallen, gelten nicht als biologisch abbaubar.
Windhunde verstehen. Dein Windhund, Deine Verantwortung.
Wenn Du bis hier gelesen hast, suchst Du vermutlich Orientierung.
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by Monika Mosch | Dez. 23, 2025 | Haltung und Wahrnehmung
Ich bin nicht laut. Und ich bin ganz sicher kein Dauer-Alarm.
Das ist keine Marotte. Das ist Absicht.
Ich arbeite nicht mit Schlagzeilen, die Dich kurz hochziehen und dann fallen lassen. Ich arbeite mit Gedanken, die sich festsetzen dürfen. Wie Sand im Windhundfell: Man wird ihn nicht sofort los – und genau das ist der Punkt.
Windhunde brauchen keine Dauerbeschallung. Sie brauchen Menschen, die hinschauen, bevor sie handeln.
Und genau dafür schreibe, spreche, berate und lebe ich.
Einordnung aus meiner Arbeit:
Ich schreibe das nicht, um lauter zu werden – sondern um genauer hinzuschauen. Windhunde reagieren auf das, was unter der Oberfläche liegt. Und genau darum geht es hier.
Alles folgt einer Haltung.
Wenn Du Windhunde nicht optimieren, sondern verstehen willst, bist Du hier richtig.
Warum ich keine Bildzeitung bin
(und auch kein Influencer)
Ich liefere keine täglichen Aufreger. Kein „Das musst Du jetzt wissen“. Kein Drama im Stundentakt.
Nicht, weil ich nichts zu sagen hätte. Sondern weil zu viel Lautstärke selten zu mehr Verständnis führt.
Influencer leben von Aufmerksamkeit.
Ich arbeite mit Aufmerksamkeit. Das ist ein Unterschied. Ein ziemlich großer.
Ich beobachte. Ich sortiere. Ich lasse Dinge liegen, bis sie Sinn ergeben.
Manches wirkt dann unspektakulär. Aber es trägt.
Wahrnehmen, was Dein Windhund wahrnimmt!
Meine Inhalte sind kein Fast Food
Eher Eintopf.
Nicht hübsch angerichtet mit Petersilie fürs Foto. Aber nahrhaft. Und wärmend. Und auch morgen noch gut.
Ich schreibe nicht, um Dich bei Laune zu halten. Ich schreibe, um Dir im Alltag Halt zu geben.
Gerade dann, wenn Dein Windhund schneller ist als Dein Kopf.
Warum ich Dinge wiederhole
Ich wiederhole manche Inhalte bewusst.
Nicht, weil Du sie nicht verstehst.
Sondern weil Windhunde im Alltag schneller sind
als unser Gedächtnis.
Was für viele Hunde gilt,
passt für Windhunde oft nur eingeschränkt.
Deshalb tauchen bestimmte Themen
immer wieder auf:
Fütterung. Energie. Jagdverhalten. Alter. Alltag.
Nicht als Kopie.
Sondern aus verschiedenen Blickwinkeln.
Wiederholung ist hier kein Mangel.
Sie ist Teil der Begleitung.
Oder anders gesagt:
Wenn Dein Windhund im entscheidenden Moment losläuft,
ist es gut, wenn Dein Kopf nicht erst googeln muss.
Warum die Sighthound-Club-Community ein Abo ist…
(und warum das keine Abo-Falle ist)
Die Sighthound-Club-Community ist kein Produktregal.
Sie ist ein Raum.
Ich mag keine Abo-Fallen. Ich baue keine. Und ich halte niemanden fest, der eigentlich weitergehen will.
Die Sighthound-Club-Community ist ein Abo, weil Verstehen kein Einmal-Kauf ist.
Windhunde funktionieren nicht nach dem Prinzip
lesen – abhaken – erledigt.
Sie leben im Alltag. Und der Alltag ist selten linear.
Ein Abo bedeutet hier nicht: binden. Sondern: begleiten.
Du darfst bleiben.
Du darfst gehen.
Und Du entscheidest das selbst.
WARUM DU SELBST KÜNDIGEN MUSST
Weil Verantwortung nicht beim Klick auf „Buchen“ endet.
Die Sighthound-Club-Community ist ein Abo, das Du jederzeit selbst beenden kannst,
auf der Plattform (PayPal oder Stripe), mit der Du auch bezahlt hast.
Zum Schluss – ganz leise
Nicht alles, was laut ist, hat Substanz. Und nicht alles, was leise ist, ist schwach.
Manches wirkt erst dann, wenn man ihm Zeit lässt.
So wie Windhunde.
So wie gute Gedanken.
So wie Dinge, die bleiben dürfen.
Ein bisschen Glitzer liegt dabei immer zwischen den Zeilen. Man muss ihn nicht sehen.
Es reicht, wenn man ihn spürt.
Wenn Du bis hier gelesen hast, gehörst Du nicht zur Durchscroll-Fraktion.
Dann lohnt sich ein Blick in den Club.
Ohne Druck. Mit Haltung.
Zum Sighthound-Club
Windhunde verstehen. Dein Windhund, Deine Verantwortung!
by Monika Mosch | Nov. 27, 2025 | Haltung und Wahrnehmung
Windhunde, Weltpolitik und der leise Ort, an dem das Leben wirklich passiert.
Warum alle über Weltpolitik reden,
aber keiner über das Regal beim Bäcker.
Draußen tobt die Welt. Trump twittert wieder. Merz redet. Macron gestikuliert.
Ukraine, Gaza, China, Data Act, Ölpreis, Nato, KI, Inflation, Verbrenner-Aus, irgendwas mit Migration, irgendwas mit Krise.
Laut, lauter, Weltpolitik.
Und hier, im echten Leben?
Der Kühlschrank wird teurer. Die Miete frisst die Nerven. Der Kassenzettel fühlt sich an wie ein Angriff.
Und die Butter hat mittlerweile ein Selbstwertgefühl, das einem High-End-Designerprodukt würdig wäre.
Es ist fast schon rührend: Die Weltpolitik brüllt – der Alltag flüstert.
Und trotzdem hängen die Menschen an den Lippen derer, die weit weg entscheiden.
Ich sag’s Dir mit Haltung:
Windhunde verstehen wäre leichter.
Da weißt Du wenigstens, warum jemand gerade rennt.
Einordnung aus meiner Arbeit:
Ich arbeite seit vielen Jahren ausschließlich mit Windhunden. Was ich hier beschreibe, basiert auf Beobachtungen aus Alltag, Training und Zusammenleben – nicht auf Theorie, die am Schreibtisch gut klingt.
Die Politik diskutiert über Weltrettung –
Du versuchst Deinen Windhund zu verstehen.
Während man über Verbrenner-Aus vs. Verdunsten des Planeten diskutiert, stehst Du im Supermarkt vor der Paprika und denkst:
„Hab ich das Preisschild nicht gestern noch ausgelacht?
Warum lacht es jetzt zurück?“
Und plötzlich hat die Weltlage nichts mehr mit Außenpolitik zu tun. Sondern mit der Frage:
Wie komm ich hier raus, ohne meine Kreditkarte zu verpusten?
Ich sag Dir ganz ehrlich – und mit einem Augenzwinkern:
„Die große Bühne entscheidet selten darüber, ob Du Dir die Butter leisten kannst.“
Und während die Talkshows (mit den gleichen Gesichtern) über die globale Zukunft philosophieren, machst Du das, was alle machen:
Du jonglierst Alltag. Ohne Applaus. Ohne Kameras. Ohne Mikro.
Nur mit Verantwortung.
Dein Windhund, Deine Verantwortung!
Windhunde wissen, was wichtig ist.
Menschen… meistens nicht.
Windhunde sind radikal ehrlich: Sie rennen, wenn’s Sinn macht. Sie ruhen, wenn’s richtig ist. Sie wissen genau, wo ihre Welt beginnt:
Bei Dir.
Nicht in Brüssel, Berlin oder Washington.
Ich sag’s Dir:
Wenn Windhunde wählen könnten, wäre ihr Parteiprogramm:
- Warm schlafen
- Gut essen
- Klarheit im Rudel
- Kein unnötiger Stress
- Und ab und zu ein Sprint für die Seele
Kurz:
Das Gegenteil von Weltpolitik oder Parteizugehörigkeit.
Vielleicht ist genau das der Punkt:
Wir rennen den großen Themen hinterher, weil es leichter ist, sich über Macron aufzuregen, als über die eigene Hausverwaltung.
Miete, Preise, Alltag –
das eigentliche Außenministerium.
Ich sag’s mal in Meiner-Sprache – leger, klar, mit Humor:
„Warum reden wir über Israel?“
„Warum diskutieren wir über China, wenn die Miete 50 % Deines Einkommens frisst?“
„Warum brüllen alle über Trump, während der eigene Alltag wackelt?“
Weil es leichter ist. Weltpolitik ist weit weg. Der Alltag ist nah. Und Nähe tut weh.
Aber genau dort entscheidet sich Lebensqualität:
Nicht in Statements der großen Herren mit Krawatte –
sondern bei Dir in Deiner Nähe.
Was, wenn wir wieder lernen,
wie Windhunde zu schauen?
Da ist er wieder: Der Satz, der trägt:
Wahr nehmen, was Dein Windhund wahr nimmt. Und fühlen, was ihn bewegt.
Was wäre, wenn wir das auf den Alltag übertragen?
Weniger Weltbühne. Mehr Welt vor der Haustür.
Was verändert sich für Dich ganz persönlich?
Vielleicht ist genau dort der Punkt, an dem wir Windhundhalter wieder landen müssen:
bei dem, was wirklich zählt –
dem Alltag mit unseren Freigeistern, der Verantwortung im Hier und Jetzt
und dem leisen, klaren Blick, den uns unsere Windhunde jeden Tag vormachen.
Wenn Politik laut wird –
bleib Du leise und klar.
Ein Windhund bellt selten. Wenn er bellt, hat es Grund.
Wenn er schweigt, hat es Grund.
Menschen dagegen:
Lautstärke ohne Grund.
Krach als Lebensstil.
Aber genau deswegen bin ich Trainerin, ein Freigeist, ein Windhund-Mensch:
denn ich sehe, was wirklich zählt. Im Alltag. Im Leben. Im echten Kontakt.
Mini-Fazit
Weltpolitik erklären Dir die Schlagzeilen.
Der Alltag erklärt Dir das Leben.
Und manchmal ist es einfach gesünder, sich um den Napf zu kümmern
anstatt um das nächste Gipfeltreffen oder den Bürokratie-Abbau 🤔.
Windhunde wissen das.
Sie verschwenden keine Energie an Drama, Empörung oder Dauerfeuer-Meinungen.
Hass und Wut helfen nicht – sie machen nur laut, aber nicht klar.
Ein Windhund rennt nicht aus Wut. Er rennt aus Sinn. Und ruht aus Haltung.
Vielleicht ist es Zeit, dass wir Menschen wieder lernen, genauso klar zu denken:
Wahr nehmen, was Dein Windhund wahr nimmt. Und fühlen, was ihn bewegt.
Weniger Weltbühne. Mehr Welt vor Deiner Haustür.
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Ohne Druck. Mit Haltung.
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Windhunde verstehen. Dein Windhund, deine Verantwortung.
by Monika Mosch | Nov. 4, 2025 | Haltung und Wahrnehmung, Sighthound-Club Member, Wissen und Einordnung
Schutz und Sicherheit sind keine Einschränkung –
sie sind Vertrauen in Bewegung.
Dieser Inhalt gehört zu den vertiefenden Magazin-Inhalten.
Der Zugriff ist Mitgliedern des Sighthound-Clubs vorbehalten.
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by Monika Mosch | Juli 7, 2025 | Haltung und Wahrnehmung
Warum Windhunde echte Verbindung verdienen – und keine Show.
Es gibt Tage, da möchte ich die sozialen Netzwerke einfach nur gegen die Wand fahren. Und dabei habe ich nicht mal ein Auto in der Hand. Woran das liegt? Lies selbst.
Alles da – aber nichts dahinter?
Warum Futter, Trainer & Co. nicht reichen.
Was haben wir nicht alles: Hundefutter in allen Farben und Formen, Hundetrainer, Hundepsychologen, Physiotherapeuten, Hundetagesstätten und natürlich jede Menge Ratgeber. Und jeder, wirklich jeder, weiß es besser als der Rest.
Ich habe Empathie. Ehrlich. Für die Menschen, die zum ersten Mal einen Windhund an ihrer Seite haben. Oder eigentlich egal welchen Hund. Aber ganz ehrlich? Ich würde nicht mit Euch tauschen wollen.
Die sozialen Netzwerke sind zu einer Dauerwerbesendung mutiert: zwischen harmlosen Werbe-Posts, sind die wenigstens ehrlich, und diesen Angst-Schürern, die behaupten, ohne ihre Methode würde man den Hund „kaputt machen“.
„Wenn Du das nicht machst, dann…!“
„Wenn Du so weitermachst, dann…!“
„Machst Du es falsch, dann…!“
Angst und Mitleid sind die schlechtesten Weggefährten – immer schon gewesen. Mit oder ohne Hund. Und wenn dann noch dieser innere Besserwisser auf der Schulter sitzt und stichelt, dann wird’s schräg.
Vom Lebewesen zum Lifestyle?
Wie der Hund zur netten Nebensache wurde.
Neulich suchte jemand eine Hundepension für zwei Angsthunde – weil endlich mal wieder Urlaub angesagt war. Ich habe Mitgefühl. Aber auch eine Meinung: Wann ist der Hund eigentlich zur Nebensache geworden? Zum „Mitläufer“?
Wir haben Hunde zu Accessoires gemacht. Und damit das nicht so hohl klingt, befördern wir sie gern zum „Familienmitglied“. Klingt besser. Fühlt sich aber oft nicht ehrlich gelebt an.
Früher standen Menschen mit dem Handy auf der Wiese und der Windhund machte, was er wollte. Heute tragen sie Bluetooth-Kopfhörer und sind genauso abwesend – nur besser getarnt. Der Hund? Ist dabei, aber nicht wirklich gemeint.
Haltung statt Hochglanz.
Warum echte (ver-)Bindung leise beginnt.
Vielleicht ist das unbequem. Vielleicht ist es ehrlich. Aber ich erlebe es täglich: online, in Kursen, im Wald und auf Wiesen.
Wer Windhunde oder Hunde an sich wie hübsche Deko behandelt – oder sie zum stillen Hintergrundrauschen degradiert – verliert, was diese Tiere ausmacht: Lebendigkeit, Eigenständigkeit, klare Sprache.
Was es stattdessen braucht?
- Mehr Haltung. Weniger Hochglanz.
- Mehr Verbindung. Weniger Status.
- Mehr „Ich bin da.“ Weniger „Ich hab was gekauft.“
Kein Deko-windHund. Kein Algorithmus.
Was Dein Windhund wirklich braucht: Dich.
Dein Windhund ist kein Deko-Objekt. Kein Algorithmus. Kein Like-Jäger. Er ist echt. Und er verdient echte Aufmerksamkeit, echte Zeit, echte Beziehung.
Und die gibt’s – kleiner Spoiler – nicht bei Amazon. Auch nicht bei Instagram.
Lust auf mehr? Ohne Filter. Ohne Drama.
🖤 Keine Lust mehr auf Clickbait und Hochglanz-Gewäsch?
Dann komm rüber in die Windhund-Zeitzone. Ohne Filter. Ohne Drama.
Dafür mit Haltung. Humor. Und echter Windhundzeit.
Windhunde verstehen. Dein Windhund. Deine Verantwortung.
by Monika Mosch | Juni 29, 2025 | Ernährung, Haltung und Wahrnehmung, Wissen und Einordnung
Die Wiese ist still.
Nur der Wind geht – nicht laut, sondern mit Haltung.
In der Ferne knistert ein Stück Hasenzug, das jemand vergessen hat, einzupacken. Und über der Fläche hängt der dezente Geruch von Heilerde, Elektrolyt-Booster und einem aufgerissenen Vitamin-B-Komplex, der nie gebraucht wurde.
Die Windhunde sind zurück. Nicht alle. Aber genug, um einen Kreis zu bilden.
Manche liegen, manche stehen. Der Barsoi hat die Stirn leicht gerunzelt, der Podenco kaut nachdenklich auf einem Grashalm.
Der Whippet atmet tief durch – nicht wegen der Aufregung. Sondern wegen der Erinnerung an letzten Sonntag 22. Juni 2025 CACIL/CACL Coursing-Event, der OWF Bodensee Trophy 2025. Und die prüfenden Blicke der drei Coursing-Richter Maja, Andrej und Peter.
Und irgendwo raschelt es im Gebüsch.
Ein Mensch stolpert auf die Wiese.
In der Hand: eine glänzende Dose mit dem Etikett „Regenerationsbooster Pro+“
Darin: bunte Kugeln. Wahrscheinlich Vitamine. Vielleicht Hoffnung.
Der Wind frischt auf.
Und es beginnt, wie es immer beginnt:
Mit einem Satz, den niemand verlangt hat – und einer Antwort, die sitzen wird.
📝 Disclaimer:
Natürlich können Windhunde nicht sprechen. Und sie schreiben auch keine Nahrungsergänzungskonzepte.
Aber wenn sie es könnten, würden sie genau das tun:
Sich durch Broschüren mit Apfelessigkomplex und Hagebuttenextrakt kämpfen,
sich wundern, warum Magnesium plötzlich pink ist –
und sich fragen, wieso ausgerechnet sie ständig Mängel haben sollen,
obwohl sie Jahrtausende lang genau wussten, was sie brauchten.
Eine KI war auch diesmal dabei.
Hat nicht geschnüffelt, nicht gekleckert – aber: sortiert.
Und sie weiß: Vitamine sind keine Meinung. Und Selen kein Marketing.
Internationale Stimmen aus dem Windhund-Kreis:
Pharaoh Hound (ägyptisch-britisch, trocken):
“I’m not a temple disciple. I don’t need enlightenment in pill form – just substance.”
Sloughi (französisch-marokkanisch, leise):
«J’ai appris à vivre avec le manque. Mais ça ne veut pas dire que je le veux.»
Afghane (persisch, leicht beleidigt):
«اگر موهای من را میبینی و فقط به بیوتین فکر میکنی – من را نفهمیدهای.»
Whippet (englisch, genervt):
“I don’t want glow. I want magnesium. And then I want peace.”
Chart Polski (polnisch, klar):
„Miedź to nie luksus. To funkcja.“
Saluki (arabisch, ruhig):
«أنا لست نتيجة اختبار مخبري. ولا دواء وهمي لعدم يقينك.»
Galgo Español (spanisch, warm):
«No necesito extras. Solo lo correcto. Y a tiempo.»
Magyar Agar (ungarisch, sachlich):
„A kiegészítés nem segít, ha nem tudod, miért csinálod.“rung.“
Windspiel (italienisch, kess):
«Se mi guardi e vedi una lacuna, forse hai bisogno di occhiali.»
Der Futterberater (diesmal mit Fachkompetenz!)
Er betritt die Wiese mit federndem Schritt –
in der einen Hand eine PowerPoint-Ausdruckmappe,
in der anderen eine Schale mit gefriergetrocknetem Brokkoli.
Futterberater (laut, überzeugt, leicht atemlos):
„Hallo! Ich bin zertifizierter Ernährungsberater für Windhunde & Podencos!
Wir reden heute über Mikronährstoffe, Resorptionsquoten und funktionale Synergieeffekte.
Mitgebracht habe ich ein neues Supplement – individuell anpassbar!
Für mehr Balance, weniger Stress – und sichtbar mehr Wohlfühl-Vitamine!“
Das Windspiel (kichert leise):
„Oooh, er hat Wohlfühl-Vitamine gesagt …“
Der Greyhound (platzt los):
„Hahahaha! Ich bin schnell auf vier Beinen –
nicht Chakra mit Geschmack!“
Der Deerhound (grummelt in seinen Bart):
„Fachkompetenz … kommt mit ‘nem Shaker. Klar.“
Der Whippet (dreht den Kopf):
„Mal ehrlich – hat den jemand bestellt? Oder war das wieder dieser Gratis-Zoom-Webinar-Deal?“
Der Futterberater (mit wachsendem Eifer):
„Magnesium ist wichtig – für die Nerven!“
Saluki (unbewegt):
„Ich jage seit Jahrtausenden mit stillen Nerven.
Nicht mit Mandala-Kapseln.“
Barsoi (trocken):
„Wenn ich Magnesium will, dann nicht aromatisiert mit Waldbeere.“
„Zink – für ein schönes, glänzendes Fell!“
Afghane (pikiert):
„Mein Fell glänzt von innen.
Zink hilft – aber nur, wenn Du vorher weißt, wo das Problem liegt.“
Chart Polski (sachlich):
„Zink ist Struktur. Nicht Dekoration.“
„Selen macht schnell!“
Magyar Agar (schüttelt den Kopf):
„Schnell bin ich, weil ich Wind spüre –
nicht, weil ich Selen geschluckt hab.“
Whippet (mit einem Seitenblick):
„Wenn’s nach Selen ginge, wärst Du schon weg.“
„Vitamin B hilft bei Stress!“
Galgos Español (leise):
„Ich habe Stress kennengelernt, als es noch keine Kapseln gab.
Was mir hilft? Sicherheit. Kein B-Komplex mit Mango-Geschmack.“
Deerhound (grummelnd):
„Stress krieg ich eher vom Etikett als vom Alltag.“
„Vitamin C stärkt das Immunsystem!“
Sloughi (trocken):
„Ich stärke mein Immunsystem mit klarer Luft und klarer Haltung.“
Windspiel (flüstert):
«Una spremuta di marketing. Und sie nennen es Gesundheit.»
Die KI analysiert – diesmal mit Zahlen. Und Haltung.
Stimme aus dem Off – ruhig, messerscharf:
„Referenzhund: 30 Kilogramm. Greyhound.
Ernährung: Mischung aus Trockenfutter und Frischfleisch.
Belastung: hoch – Coursing oder vergleichbares Training.“
Kurze Pause. Dann rechnet sie los:
„Magnesium:
Grundbedarf: 246 mg.
Belastung: 800–900 mg.
Fazit: Wer hier mit einem Standardfutter rechnet, ist schon 500 mg im Minus –
bevor der erste Sprint beginnt.“
„Zink:
Normalbedarf: 21 mg.
Sportbedarf: bis zu 65 mg.
Das ist das Dreifache. Und nicht drin – wenn Huhn im Napf liegt
und Kalzium ergänzt wird, das zusätzlich blockiert.“
„Selen:
Maximal 200 µg pro Kilogramm Futter.
Doch nicht jedes Selen wird aufgenommen –
Fisch ist nicht gleich Fisch.
Was zählt, ist nicht der Wert auf dem Papier.
Sondern die Bioverfügbarkeit im Blut.“
„Eisen, Kupfer, Mangan:
Alle drei sind bei Geflügel- oder Fischfütterung schnell im Mangel.
Und wer sich dann auf Tabellen verlässt,
hat vielleicht Zahlen – aber keine Deckung.“
„Natrium & Kalium:
Beides entscheidend bei Hitze, Stress, Leistung.
Und beides oft übersehen – oder falsch ergänzt.
Zu viel Salz aus dem Trockenfutter? Falsch.
Zu wenig Kalium bei Nervosität? Auch falsch.“
Die KI schließt mit einem Satz:
„Wer selbst zubereitet, darf das tun.
Aber nicht blind. Nicht nach Gefühl. Und nicht mit Copy-Paste-Rezepten.
Die Biochemie verzeiht wenig – und sagt nie Danke.“
„Fütterung ist Haltung. Und Haltung beginnt da,
wo Du aufhörst, irgendwas draufzukippen –
und anfängst zu verstehen, was fehlt.“
Fazit: Mehr ist nicht besser. Und manchmal sogar zu viel.
Sie sitzen noch auf der Wiese.
Die Sonne ist höher gestiegen, der Glitzershaker liegt umgekippt im Gras.
Der Wind hat längst alles gesagt.
Und was bleibt?
Eine Erkenntnis, die so simpel klingt – und doch schwer zu schlucken ist:
Viele Futtermittel enthalten längst mehr, als ein Windhund braucht.
Rosmarin. Petersilie. Hagebutte. Spirulina. Kurkuma.
Klingt nach Detox – ist aber oft nur: zu viel.
Denn Heilpflanzen heißen nicht umsonst so.
Sie wirken.
Und sie wirken nicht besser, wenn man sie täglich gibt.
Und dann kommt der Mensch.
Packt noch was drauf.
Magnesium für die Nerven.
Zink für die Haut.
Vitamin B für den Stress.
Ein bisschen Selen „zur Sicherheit“.
Und vielleicht noch ein Multivitamin, „weil’s ja nicht schaden kann“.
Aber doch: Es kann.
Nicht immer sofort.
Aber subtil.
Weil zu viel nicht hilft.
Und weil viele kleine Eingriffe irgendwann ein Ungleichgewicht erzeugen,
das kein Analysegerät der Welt früh genug erkennt.
Fütterung ist kein Wunschkonzert.
Sondern eine Kunst zwischen Bedarf und Balance.
Wer zu viel ergänzt, weil er zu wenig versteht –
füttert irgendwann am Windhund vorbei.
Und manchmal reicht es, innezuhalten.
Zu beobachten.
Und nichts zu geben.
Windspiel (zum Schluss, leise – fast versöhnlich):
«Un giorno senza polvere magica. Solo carne. E amore.»
Windhunde verstehen. Dein Windhund, Deine Verantwortung.