Gute Vorsätze und Windhunde

Gute Vorsätze und Windhunde

Gute Vorsätze sind pünktlich. Und genau das ist ihr Problem.

Solltest Du immer noch damit beschäftigt sein, nach guten Vorsätzen für das neue Jahr zu suchen,
dann lass es sein.
Nicht aus Trotz. Nicht aus Bequemlichkeit. Sondern aus Logik.

Denn der Jahreswechsel ist keine innere Schwelle.
Er ist eine menschgemachte Konstruktion. Praktisch, sinnvoll – aber emotional völlig überschätzt.

Der Kalender gibt unserem Leben einen messbaren Rahmen.
Er hilft uns, Termine zu koordinieren, Projekte zu planen, Absprachen einzuhalten. Ohne Frage: eine großartige Erfindung.
Aber er hat eine Eigenschaft, die wir gern übersehen:
Er kann nur Zeit messen. Keine Haltung. Keine Einsicht. Keine Veränderung.

Und genau hier beginnt das Missverständnis mit den guten Vorsätzen.

Wenn innere Ziele einen Termin bekommen

Gute Vorsätze tun so, als ließen sich innere Prozesse wie Deadlines behandeln.
Ab dem 1. Januar wird alles anders. Ordentlicher. Gesünder. Konsequent.
Der Kalender nickt freundlich – und schweigt.

Denn innere Ziele interessieren sich nicht für Daten.
Sie entstehen aus Reibung. Aus Wiederholung. Aus dem Moment, in dem etwas nicht mehr stimmig ist.
Und dieser Moment hält sich selten an Feiertage.

Du kannst Dir vornehmen, geduldiger zu werden.
Aber Geduld entsteht nicht, weil ein Datum gewechselt hat – sondern weil Du im Alltag merkst, dass Druck nicht weiterhilft.
Du kannst Dir vornehmen, bewusster zu leben.
Aber Bewusstsein wächst nicht über Nacht. Es wächst, wenn Du hinschaust, obwohl Wegsehen bequemer wäre.

Planung kann unterstützen. Struktur kann entlasten.
Aber Entwicklung lässt sich nicht delegieren – auch nicht an den 1. Januar.

Alles folgt einer Haltung.
Wenn Du Windhunde nicht optimieren, sondern verstehen willst, bist Du hier richtig.

Und dann kommen die Windhunde

Ich sehe das jeden Tag sehr deutlich – bei Windhunden.

Windhunde leben nicht in Kalendern.
Sie kennen kein „ab jetzt“.
Kein „dieses Jahr wird alles anders“.
Kein „ab Montag reißen wir uns zusammen“.

Sie leben im Moment, aber nicht kopflos.
Sondern wach. Prüfend. Klar.

Ein Windhund interessiert sich nicht für Deine Pläne, sondern für Deine Haltung.
Nicht für das, was Du Dir vorgenommen hast – sondern für das, was im Alltag übrig bleibt, wenn es unbequem wird.

Und genau deshalb funktionieren gute Vorsätze mit Windhunden so grandios schlecht.
Du kannst Dir vornehmen, ruhiger zu bleiben. Geduldiger zu sein. Konsequenter.
Der Windhund nickt innerlich – und wartet.

Nicht auf den Vorsatz.
Sondern auf den Moment, in dem Du wirklich anders handelst.

Denn Veränderung zeigt sich nicht im Entschluss.
Sie zeigt sich im Verhalten.
Immer wieder. Jeden Tag. Ohne Feuerwerk.

Windhunde sind gnadenlos ehrlich in dieser Hinsicht.
Sie reagieren nicht auf Absichten, sondern auf Klarheit.
Nicht auf Worte, sondern auf Orientierung.
Nicht auf gute Vorsätze – sondern auf Verlässlichkeit.

Wenn es im Alltag knirscht, wird es sichtbar: Regeln sind nicht das Problem – sondern fehlende Einordnung.
Falls Du dazu tiefer schauen willst: Wenn Regeln nicht langweilig sind, sondern Freiheit bedeuten.

Und manchmal ist es nicht „Ungehorsam“, sondern ein Nervensystem, das zu fein eingestellt ist.
Das liest Du hier: Angst, Furcht oder Unsicherheit? und als Vertiefung (wenn Du die leisen Unterschiede wirklich verstehen willst) auch hier: Sensibilität richtig verstehen.

Wer Windhunde führen will, muss lernen, Signale zu lesen, bevor aus „klein“ ein „groß“ wird.
Dazu passt: Die stummen Signale im Dialog mit dem Windhund.

Und ja: Alltag ist oft wichtiger als der nächste „Plan“.
Hier ist der Text dazu: Was, wenn Alltag wichtiger ist?

Der sauberste Vorsatz ist: Verantwortung ohne Datum

Vielleicht ist der ehrlichste Vorsatz deshalb keiner mit Termin.
Sondern einer ohne Start, ohne Zielmarke – aber mit Bereitschaft.

Bereitschaft, genauer hinzusehen.
Bereitschaft, langsamer zu werden, wenn Schnelligkeit nur Unruhe erzeugt.
Bereitschaft, Dinge nicht „ab jetzt“, sondern ab hier anders zu machen.

Denn Windhunde fragen nicht: „Was hast Du Dir vorgenommen?“
Sie fragen: „Kann ich mich auf Dich verlassen?“

Und diese Frage stellt sich nicht einmal im Jahr.
Sondern bei jedem Schritt.

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Windhunde Verstehen. Dein Windhund, Deine Verantwortung.

Weihnachtszeit, Kuschelzeit – und der stille Konflikt dazwischen.

Weihnachtszeit, Kuschelzeit – und der stille Konflikt dazwischen.

Kurz & ehrlich – bevor Du weiterliest

Windhunde, Podencos, mediterrane Rassen –
sie folgen keinem Versprechen und keinem Preis.

Sie prüfen nicht, was man sagt,
sondern wer man ist.

Abkürzungen erkennen sie auf den ersten Blick.
Und gehen keinen Schritt mit.


Während überall Kerzen brennen, Rabattcodes schreien und „Last Christmas“ wie ein altmodischer Staubsauger im Dauereinsatz läuft, steht im echten Leben ein Windhund neben Dir.
Nicht laut.
Nicht bedürftig.
Nur wahr.

Advent zwischen Kerzenschein und Konsumrausch

Zum 2. Advent lohnt es sich, einmal kurz aus dem Dauerscrollen auszusteigen. Selbst der Beitrag von ZDFheute erinnert daran, dass die Idee des Advents zeitlos ist: Hoffnung, Frieden, Freude und Liebe in den Mittelpunkt zu stellen – statt noch mehr Tempo, noch mehr Zeug, noch mehr Lärm.
Den Artikel findest Du hier:
ZDFheute – Adventskranz & Tradition heute .

Kuschel-Konsum-Konflikt: Wenn Nähe zur Währung wird

Spannend wird es dort, wo diese Advents-Idee auf unseren Alltag mit Hund trifft. Denn viele Menschen kompensieren Stress, Überforderung und Einsamkeit über Nähe – und oft ist der Hund das erste „Opfer“ dieser Suche nach Wärme.

In Teil 1 – Der Kuschel-Konsum-Konflikt im Windhund-Magazin geht es genau darum: Warum Nähe nicht beliebig ist. Warum Hunde keine emotionalen Ladestationen sind. Und warum Dein Windhund zwar viel trägt – aber nicht alles tragen sollte.
Den Artikel findest Du hier:
Teil 1: Der Kuschel-Konsum-Konflikt .

Schutz ist kein Käfig: Verantwortung in Grün

Nähe allein reicht nicht. Ein Windhund braucht mehr als ein gemütliches Sofa mit Decke – er braucht Menschen, die ihn lesen, schützen und Entscheidungen treffen, wenn es ernst wird.

In Teil 2 – Nähe, Distanz & Verantwortung zeige ich, warum echte Freiheit aus Verantwortung entsteht – und nicht aus „Lass den mal machen“. Schutz ist kein Gefängnis, sondern eine Form von Beziehung, die klar sagt: „Ich sehe Dich. Und ich passe auf Dich auf.“
Hier geht es zu Teil 2:
Teil 2: Nähe, Distanz & Verantwortung .

Was bleibt, wenn es still wird?

Nimmst Du den ZDF-Gedanken und meine beiden Magazin-Artikel zusammen, entsteht ein gemeinsames Bild: Advent heißt nicht „mehr“ – Advent heißt „wesentlicher“.

Es geht nicht um noch mehr Deko, Termine und Ansprüche, sondern um die Frage: Was bleibt zwischen Dir und Deinem Hund, wenn es wirklich still wird? Beziehung statt Konsum. Schutz statt Gleichgültigkeit. Klarheit statt Dauerrauschen.

Ein Windhund führt uns genau dorthin zurück – ohne Predigt, ohne Lametta, ohne Drama. Nur mit einem Blick, der leise fragt:

„Erkennst Du mich? Oder nur Deine Erwartungen an mich?“

➤ Warum ist Nähe für Windhunde kein Konsumgut?
Nähe ist für Deinen Windhund keine Schnell-Lösung für menschlichen Stress, sondern eine freiwillige Entscheidung. Er kommt zu Dir, wenn er sich sicher fühlt – nicht, wenn Du „schnell mal“ auftanken willst.

Sensible Windhunde spüren sofort, ob Nähe wirklich gemeinsam ist oder ob Du gerade etwas loswerden möchtest. Dann kippt Kuscheln schnell in Druck.

Echte Nähe entsteht, wenn Du seine Signale wahrnimmst – und sie nicht übergehst.

Windhunde verstehenDein Windhund, Deine Verantwortung!
➤ Was bedeutet Schutz, ohne Deinen Windhund einzuschränken?
Schutz heißt nicht: „Der darf gar nichts mehr“, sondern dass Du die Entscheidungen triffst, die Dein Windhund alleine nicht überblicken kann.

Du wählst Wege, Situationen und Begegnungen so, dass er sicher bleibt – und trotzdem schnuppern, laufen und erleben darf.

Freiheit entsteht nicht durch „Leine-los und hoffen“, sondern durch klare Führung und verlässliche Rahmen.

Damit wird Schutz zur Einladung – nicht zum Käfig.

Windhunde verstehenDein Windhund, Deine Verantwortung!
➤ Warum reagieren Windhunde sensibel auf „Kuscheldruck“?
Windhunde lesen Stimmung wie andere Schlagzeilen. Sie merken sofort, ob Nähe freiwillig ist – oder ob Du sie einforderst.

Wenn Kuscheln zum Ventil wird, fühlt sich Dein Windhund schnell überrollt: Kopf wegdrehen, Aufstehen, Ausweichen. Kein Drama – sondern ein klares Signal.

Nähe bleibt nur dann Nähe, wenn sie von beiden Seiten kommt. Alles andere nennt der Windhund: „Bitte Abstand, Mensch.“

Windhunde verstehen heißt: Du erkennst diese Zeichen bevor Du drüber rutschst.

Dein Windhund, Deine Verantwortung!
➤ Was kannst Du im Advent konkret für Deinen Windhund tun?
Mach es für Deinen Windhund leiser, nicht lauter: klare Routinen, sichere Rückzugsorte und echte Pausen von Deko, Besuch und Dauergeräusch.

Schenk ihm Momente, in denen nichts „passieren muss“: ruhige Spaziergänge, gewohnte Abläufe, ein Platz, an dem er wirklich zur Ruhe kommt.

Und vergiss nicht: Advent ist nicht „noch mehr“, sondern „wesentlicher“ – gerade für sensible Hunde.

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Windhunde verstehen. Dein Windhund, Deine Verantwortung!

Von Überweisungsheilungen und Fernverbindungen

Von Überweisungsheilungen und Fernverbindungen

Zwei Geschichten aus dem echten Windhundalltag

Es gibt Tage, da sitze ich Zuhause, trinke meinen Kaffee und denke: „Das kann ich mir nicht mal ausdenken.“ Meistens sind das die Tage, an denen Barsois beteiligt sind.

Heute ist so ein Tag. Zwei Rückmeldungen von Kunden trudeln ein – unabhängig voneinander, beide am selben Sonntag, beide mit einem Hauch von „Zauberei“. Und beide mit Barsoi-Beteiligung.

1. Kyron, der „namenlose“ Barsoi – und die vermeintliche Fernheilung

Iris schickt mir eine Sprachnachricht. Sie sitzt im Auto, Hintergrundrauschen inklusive – Windhundmensch auf Achse. Und dann sagt sie sinngemäß:

„Einen schönen Sonntag, Monika. Ich wollte Dir nur sagen: Du solltest auf Deiner Homepage unbedingt ‘Fernheilung’ mit angeben. Seit ich Dir geschrieben habe, dass Kyron seinen Namen nicht kennt – kennt er ihn! Also, ich weiß nicht, wie Du das machst, aber es funktioniert.“

Ich höre das und fange an zu lachen. „Fernheilung“ – klar. Als hätte ich heimlich mit Hilfe von KI an der Kyron-Antenne gedreht. Aber natürlich ist da etwas passiert – nur eben nichts Mystisches.

In dem Moment, in dem Iris mir geschrieben hat, dass Kyron seinen Namen nicht kennt, hat sie angefangen, anders hinzuschauen. Sie war aufmerksamer, wacher, präsenter. Und Kyron – als Barsoi mit eingebautem Feinempfänger – hat genau das gespürt.

Plötzlich wird der Name nicht „nur so nebenbei“ verwendet, sondern klar, bewusst, zugewandt. Und der Windhund reagiert. Keine Fernheilung. Kein Zauber. Keine versteckte Esoterik. Sondern schlichte, kraftvolle Realität:

Wenn Du Deinen Windhund wirklich wahrnimmst, verändert sich etwas zwischen Euch.

2. Überweisungsheilung & SEPA-Entspannung – zwei schlafende Barsois

Die zweite Nachricht kommt per E-Mail von einer Kundin, nennen wir sie Kirsi. Sie muss einen für Dienstag geplanten Termin absagen, den sie schon bezahlt hatte. Soweit noch nichts Besonderes. Aber dann schreibt sie:

„Ja, ich gebe Bescheid. Das Überweisen von dem Geld hat schon geholfen: Ich war gestern einkaufen und als ich wieder zurückkam, war hier totale Ruhe. Die beiden haben tief und fest geschlafen, als ich die Tür aufgemacht habe. Man könnte behaupten, es liegt an dem Zwingerhusten, aber ich bin fest überzeugt, dass Ihr Training schon hilft.“

Und wieder musste ich lachen. Überweisungsheilung. SEPA-gestützte Trainingswirkung. Wenn ich das als Angebot auf die Website schreibe, explodiert wahrscheinlich irgendjemandem der Kopf.

Was ist wirklich passiert? Kirsi hat eine Entscheidung getroffen. Sie hat den Termin gebucht, bezahlt, sich innerlich sortiert. Kein „Vielleicht“, kein „Mal sehen“. Sondern ein klares: „Ich kümmere mich.“

Und dieses innere Aufräumen wirkt. Auf Dich. Auf Deinen Körper. Auf Deine Stimme. Und damit auch auf Deine Windhunde. Statt einer angespannten Halterin mit schlechtem Gewissen stehen da plötzlich zwei Barsois in einem Feld von: „Alles klar, sie hat einen Plan.“

Dass die beiden dann tief und fest schlafen, wenn sie vom Einkaufen zurückkommt, ist kein Beweis für medizinische Wunder – sondern ein ziemlich normaler Effekt von: klare Menschen, entspannte Windhunde.

3. Was beide Geschichten verbindet

Jetzt kommt der eigentliche Knaller: Kyron – der Barsoi mit der plötzlichen Namenskenntnis – und die beiden Tiefschläfer von Kirsi sind alle Barsois. Natürlich. Wer sonst sollte so feine Rückmeldungen geben wie: „Ich spüre, dass Du jetzt klarer bist“ – und das dann im Alltag kommentarlos leben?

Barsois sind Meister darin, uns zu spiegeln. Sie sehen, was zwischen den Momenten passiert. Sie merken, wenn wir von „Ich hoffe, es wird irgendwie besser“ zu „Ich übernehme Verantwortung“ wechseln. Und sie reagieren – still, direkt, glasklar.

In beiden Geschichten steckt dieselbe Botschaft:

Es ist nicht die Fernheilung. Es ist nicht die Überweisung. Es ist die Verbindung dazwischen.

In dem Moment, in dem Du anfängst, Dein Handeln bewusster zu sehen, verändert sich Dein Windhund. Nicht, weil ich aus der Ferne an ihm „herumdoktere“, sondern weil Du angefangen hast, Deinen Anteil ernst zu nehmen.

Und wenn dabei der Eindruck entsteht, ich würde heimlich Fernheilungen verschicken oder Überweisungen mit Trainingswirkung versehen – dann nehme ich das mit Humor. Was ich wirklich mache, ist viel unspektakulärer und gleichzeitig viel kraftvoller:

Ich helfe Dir, Deinen Windhund klarer zu sehen. Und meistens reicht genau das, damit im Alltag etwas in Ruhe fällt.

PS: Falls sich irgendwann eine eigene Rubrik „Barsoi-Botenberichte“ auf meiner Seite findet – wundere Dich nicht. Es sind genau solche Geschichten, die zeigen, wie leise und gleichzeitig deutlich Windhunde wirken. Kein Zauber. Kein Heiligenschein. Nur Barsoi-Standard mit eingebautem Feinempfänger.

Windhunde verstehen.
Dein Windhund, Deine Verantwortung!

Wenn Haltung nach Erde riecht.

Wenn Haltung nach Erde riecht.

Ich nenne es Training.
Meine Windhunde nennen es Kooperation.
Andere nennen es Wahnsinn.

Ich arbeite mit Individuen, die lieber denken, bevor sie gehorchen.


Mit Seelen, die keine Kommandos brauchen, sondern Klarheit.
Mit Menschen, die wissen wollen, warum etwas funktioniert – nicht nur, dass es funktioniert.

Hier gibt’s keine Schablonen. Kein „So macht man das“.
Sondern Wege, die zu Dir und Deinem Windhund passen.
Mit Humor, mit Herz – und manchmal mit Schlamm an den Schuhen.

Denn: Windhunde verstehen heißt nicht, sie „Platz“ zu schicken.
Sondern wahrzunehmen, was sie bewegt.
Und Verantwortung zu übernehmen – mit Haut, Haar und Haltung.

Echte Stimmen. Kein Filter. Nur Erfahrung.

„Übrigens sind diese Books sehr interessant, informativ und auf den Punkt gebracht. Die Gestaltung ist sehr ansprechend. Vielen Dank für das wertvolle Fachwissen, welches Du jeweils weitergibst.“
– Karin

„Ein grosses Kompliment für Dich. Der Kurs hat einen sehr guten Aufbau. Er hat mir sehr gefallen, vieles wurde vertiefend erklärt. Vielen Dank für diesen tollen Kurs!“
– Teilnehmerin Online-Kurs

„Du hast einen wahnsinns guten Schreibstil – authentisch, spannend, regt zum Nachdenken an, informativ ohne Besserwisserei, mit klarer Linie und Haltung. Danke für Deine Arbeit, ich freue mich auf das Weiterlesen (und selbstverständlich auch auf die Videos).“
– Kiki

„Boah! Das ist ja eine super kompetente Antwort. Ich bin so froh darüber. Vielen, vielen Dank!“
– E-Mail Reaktion

Kein Filter. Kein Script. Nur Erfahrung, die wirkt.

Ich verspreche keine Wunder.


Ich verspreche Verbindung.

Windhunde verändern nichts – sie zeigen, was schon da ist.
The World is complicated – let’s make connection simple.

Windhunde verstehen. Dein Windhund, Deine Verantwortung.

Zwischen Nähe & Distanz – Der Raum dazwischen

Zwischen Nähe & Distanz – Der Raum dazwischen

Manche Beziehungen scheitern nicht an zu wenig Liebe –
sondern an zu viel Nähe.

Was beim Menschen als Sehnsucht beginnt, wird beim Windhund schnell zur Überforderung.
Denn wo wir „Zuwendung“ fühlen, spürt er oft Druck.
Sein Nervensystem arbeitet feiner, direkter – und genau darin liegt das Missverständnis.

Windhunde brauchen keine Dauerpräsenz.
Sie brauchen Sicherheit, um Nähe überhaupt zulassen zu können.
Und diese Sicherheit entsteht nicht durch Worte –
sondern durch Haltung.

In Flip Book #9 geht es um den Raum dazwischen:
Zwischen Zuwendung und Vertrauen.
Zwischen Freilauf und Rückzug.
Zwischen Freiheit und Bindung.

Du lernst, wie Du Führung lebst, ohne zu lenken.
Wie Du Nähe ermöglichst, ohne sie zu fordern.
Und warum Vertrauen der leise Mittelpunkt jeder Verbindung ist.

Echte Nähe entsteht dort, wo Rückzug erlaubt – und Orientierung spürbar bleibt.

Flip Book #9 – Zwischen Nähe und Distanz

Ich bin neugierig – mehr erfahren

Windhunde verstehen. Dein windhund. Deine Verantwortung.

Teil 1 – Der Kuschel-Konsum-Konflikt

Teil 1 – Der Kuschel-Konsum-Konflikt

Kurz & ehrlich – bevor Du weiterliest

Dieser Text ist kein Rezept und kein Konsum-Shortcut. Er ersetzt weder Entscheidung noch Verantwortung.

Wenn Du hoffst, dass Lesen, Kaufen oder Sammeln allein etwas „in Gang bringt“, wird Dich dieser Artikel enttäuschen.

Wenn Du bereit bist, selbst hinzuschauen, mitzudenken und Deinen Windhund im Alltag wirklich zu begleiten, dann bist Du hier genau richtig.

Zwischen Sofa-Romantik und Wirklichkeit

Windhunde sind still.
Sie bellen selten, riechen kaum, liegen dekorativ auf Sofas und bringen Ruhe ins Haus.
Sie gelten als sensibel, feinfühlig, anschmiegsam – kurz: als perfekte Lebensbegleiter.

Und genau darin liegt das Risiko.

Denn oft schafft sich der Mensch keinen Windhund an,
sondern ein Bild von Ruhe, Zärtlichkeit und Schönheit.
Etwas, das ihn spiegelt, besänftigt, vielleicht sogar tröstet.
Und so beginnt er zu kuscheln – ständig, überall, ohne zu fragen, ob der andere das überhaupt will.

Kuscheln als Selbstzweck

Was als liebevolle Geste beginnt, wird schnell zur Gewohnheit.
Körperkontakt als Dauerzustand.
Der Windhund wird gestreichelt, gedrückt, geherzt – weil es dem Menschen guttut.

Wenn der Hund sich entzieht, heißt es:
„Er ist halt sensibel.“
Wenn er aufsteht und auf seinen Platz geht:
„Dann lassen wir ihn eben in Ruhe.“

Das klingt nach Rücksicht.
Ist es aber nicht.
Denn echte Rücksicht bedeutet, den anderen zu lesen,
nicht ihn einfach in Ruhe zu lassen.

Konsum statt Kontakt

Viele Halter konsumieren ihren Windhund,
wie sie Serien konsumieren oder Wohlfühlmomente –
als schnelle Dosis Nähe, ohne eigene Tiefe.
Sie lieben das Gefühl, gebraucht zu werden.
Aber sie übersehen, dass der Hund kein Therapeut ist.

Und während sie drinnen Nähe suchen,
vergessen sie, dass das Leben des Windhundes nicht im Haus stattfindet.
Draußen, wo Wind, Bewegung und Wahrnehmung warten –
da beginnt sein eigentliches Leben.

Doch auch dort bleibt der Mensch oft Konsument:
das teure Halsband, das Designer-Geschirr,
der handgefertigte Mantel,
den der Hund „braucht“, weil er zittert –
obwohl das Zittern vielleicht nur bedeutet:
Er hat das Eichhörnchen gesehen.
Oder die Maus unter der Erde gehört.

Vom Accessoire zur Ausrede

Der Windhund wird zum Lebensstil-Statement.
Zur Marke.
Zum stillen Symbol für Ästhetik, Empfindsamkeit, Achtsamkeit –
solange es passt.

Doch wehe, der Hund lebt seine Natur.
Wehe, er jagt, zieht, bellt, zerstört.
Dann wird schnell erklärt, diagnostiziert,
entschuldigt – oder wegerzogen.
Denn was nicht in den Lifestyle passt,
stört das Bild vom harmonischen Duo auf dem Sofa.

Der Alltag als Spiegel

Spätestens im Alltag zeigt sich, was wirklich zählt.
Wenn der Windhund mit ins Büro darf,
muss er plötzlich funktionieren.
Still sein, wenn Kollegen kommen.
Liegen bleiben, wenn der Halter ins Meeting geht.
„Er darf überall dabei sein – aber bitte unauffällig.“

Hier kippt die Balance.
Was drinnen als Sensibilität gefeiert wurde,
wird draußen zur Zumutung.
Der Mensch will Nähe und Anpassung –
Zärtlichkeit und Kontrolle.

Der Kuschel-Konsum-Konflikt zeigt sich in voller Pracht:
Was dem Menschen wichtig ist, wird durchgesetzt.
Was dem Hund wichtig wäre – wird interpretiert.

Bewegungsersatz und Auslauf-Illusion

Und weil Bewegung ja „auch wichtig“ ist,
wird der Windhund in den eingezäunten Auslauf gebracht.
Zur Sicherheit.
Zum Toben.
Zum „Auspowern“.

Doch was dort passiert,
hat mit Windhundsein selten etwas zu tun.
Rennen ohne Ziel, Hetzen ohne Beute,
eine Bewegung ohne Bedeutung.
Ein Ersatz für Freiheit –
nicht ihre Rückkehr.

Der Mensch meint es gut –
aber gut gemeint ist nicht verstanden.

Dieser Beitrag ist Teil 1 des „Kuschel-Konsum-Konflikts“

Teil 2 – „Nähe, Distanz & Verantwortung“
im Sighthound-Club.

Es geht weiter mit dem, was Nähe wirklich bedeutet – und warum Grenzen manchmal die ehrlichste Form von Fürsorge sind.

Windhunde verstehen. Dein Windhund. Deine Verantwortung.

Der Text ist nicht kopierbar.