Kurz & ehrlich – bevor Du weiterliest
Windhunde, Podencos, mediterrane Rassen – das sind keine Hunde, die kooperieren, weil man freundlich bittet oder Geld gegen Hoffnung tauscht.
Sie reagieren nicht auf Abkürzungen, sondern auf das, was wirklich da ist: Präsenz, Klarheit, Haltung.
Alles andere fällt sofort durch. Ohne Drama. Ohne Diskussion.
Wenn der WindHund das Drehbuch schreibt …
… und warum Du die Regie zurückholen solltest.
Stell Dir vor, Dein Windhund hat beschlossen, dass das Sofa ihm gehört. Nicht „uns gehört“ – sondern ihm.
Oder er steht so in der Tür, dass Du gefühlt um Erlaubnis fragen musst, ob Du ins Wohnzimmer darfst.
Klingt niedlich? Ist es nicht.
Das ist wie ein WG-Mitbewohner, der sich immer vor die Badezimmertür stellt, wenn Du dringend reinmusst – und dann so tut, als sei das sein natürlicher Platz. Oder der jedes Mal mitten im Flur stehen bleibt, wenn Du mit beiden Händen voll Einkäufe reinkommst – und Dich erwartungsvoll anschaut, ob Du ihn jetzt wohl um Erlaubnis bittest.
Viele Menschen reagieren in solchen Momenten konfliktscheu.
„Ach, das regelt sich von alleine.“
Tut es aber nicht.
Windhunde sind charmant, schnell – und erstaunlich gut darin, ihre eigenen Regeln „zu erfinden“, wenn niemand klar sagt, wie das Zusammenleben laufen soll. Oftmals wird das unter dem Mythos der Selbständigkeit der Windhunde abgelegt!
Regeln = Freiheit – warum klare Ansagen kein Spaßverderber sind
Das Problem: Ohne klare Ansagen entsteht für den Windhund oder Podenco keine Freiheit, sondern Unklarheit.
Und Unklarheit ist wie eine offene Bühne: Wenn keiner Regie führt, spielt der Hauptdarsteller, was er will.
Manchmal heißt das: offensive Aggressivität.
Und dann sind alle überrascht – außer der Windhund.
Führung heißt nicht: laut werden.
Es heißt: Entscheidungen treffen, die dem Windhund Sicherheit geben.
Zu sagen: „Ich habe einen Plan – und der gilt für uns beide.“
Chef wider Willen – wenn der Windhund lieber folgen würde, als selbst zu führen
Die Kunst besteht darin, die Fragen zu hören, bevor sie laut werden.
Regeln sind kein Spielverderber.
Sie sind das unsichtbare Sicherheitsnetz, das Deinem Windhund erlaubt, einfach er selbst zu sein – ohne ständig die Verantwortung für alles tragen zu müssen.
Und wenn Du es richtig machst, passiert etwas Schönes:
Dein Windhund hört nicht auf, ein Freigeist zu sein.
Er hört nur auf, Chef spielen zu müssen.
Das ist der Moment, in dem Regeln nicht nach Zwang riechen – sondern nach Vertrauen und Klarheit … und ja, manchmal auch nach Glitzerstaub.
Dann lohnt sich ein Blick in den Club.
Ohne Druck. Mit Haltung.
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