Was folgt, ist ein Gespräch. Nicht belegt. Aber bezeichnend. Vielleicht näher an der Wahrheit als so manches Etikett auf fast jeder Futterpackung. Die FCI-Coursing-Weltmeisterschaft in Tosovice ist vorbei – Windhunde & Podencos aus ganz Europa waren am Start.
Aber es gibt Fragen, die bleiben:
Was brauchen Sichtjäger – auf dem Feld, im Alltag, im Napf?
Und gilt das auch für die, die nie eine Startnummer trugen –
die mit Narben aus dem Tierschutz, oder mit Flausch aus dem Showkatalog?
Disclaimer:
Natürlich können Windhunde nicht sprechen. Und sie gehen auch nicht ins Internet. Aber wenn sie es könnten, würden sie vermutlich genau das tun: sich durch Marketingblasen graben, Futterversprechen sezieren – und sich wundern, was von ihnen erwartet wird.
Eine KI war dabei. Hat nicht gebellt. Aber sie hat gelesen, verglichen – und nicht nur gegoogelt.
Azawakh (französisch, aber knapp):
„Vous mangez trop vite. Ce n’est pas de l’énergie, c’est du panique.“
Sloughi (sachlich und immer mit dem Kopf in der Wüste):
„Ich brauche kein GPS. Ich brauche Fett. Sonst bleibe ich auf halber Strecke stehen.“
Whippet (halb wach, der mit dem Hausmeister-Gen):
„Ich bin da, wenn’s Sinn ergibt. Und wo ist eigentlich meine Frisbee-Wurf-Maschine?“
Barsoi (russisch langsam):
«Жир делает мягким. Но мягкость — это не слабость. Мягкость течёт. А жир несёт.»
Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate. Und was davon bleibt.
Galgo Español (Tierschutz-Windhund):
„Eiweiß brauchen wir. Zum Bauen, zum Heilen.“
Greyhound (irisch, trocken):
„Fett ist mein Freund.“
Pharaoh Hound (genervt):
„Ich brauche keine Erdnussbutter. Ich brauche Substanz.“
Podenco Andaluz (flüsternd):
„Kohlenhydrate machen schnell. Aber nicht klug.“
Italienisches Windspiel (frech):
«Prendo tutto. Ma solo se servito in porcellana.»
Der Futterberater kehrt zurück
Die Sonne hängt schräg über dem Treffpunkt. Der Wind weht.
Die Windhunde liegen verstreut auf der Wiese – gelaufen, geliebt, geladen.
Und da. Wieder. Eine Bewegung am Rand.
Futterberater (diesmal mit Sonnenbrille, energisch):
„Gratulation an Alle! Aber wisst Ihr, worauf es jetzt ankommt? Regeneration!
Und zwar mit Super-Kohlenhydraten – Zucker, Stärke, Energie zum Löffeln!“
Podenco Canario (blickt nicht auf):
„Für mich oder für die Bakterien im Darm?“
Saluki (gelangweilt):
«من با وقار تجدید قوا میکنم، نه با بلغور ذرت.»
Sloughi (trocken):
„Ich regeneriere gar nicht. Ich bleibe einfach so.“
Pharaoh Hound:
„Was genau in Deinem Futter löst eigentlich den Unterschied zwischen Leistung und Lautstärke aus?“
Futterberater (verunsichert):
„Naja… in der Humanernährung ist das Carboloading ja bewährt!“
Whippet (halb wach und in englisch):
“And the hardware store sells power feed too. Doesn’t mean I’m hauling cement bags.”
Barsoi (mild, russisch):
«Скажи нам лучше, чего ты не знаешь. Тогда мы узнаем, о чём стоит говорить.»
Magyar Agar (notiert):
„KI sagt: Carboloading bei Hunden nicht belegt. Und Kohlenhydrate sind kein Ersatz für Verständnis.“
KI (ruhig, aber direkt):
„Wenn Ihr erlaubt – ich hab 72 Studien gesichtet.
Ergebnis: Fett wird unterschätzt, Eiweiß wird überfordert, und Kohlenhydrate… naja, werden überschätzt.“
Windspiel (flüstert):
«Finalmente qualcuno con cervello.»
Galgo Español:
„Und mal wieder mit Haltung.“
Whippet (leise):
“Many can sprint. But sighthounds stay when it matters. Even in the fog.”
Deerhound (schottisch trocken):
„Und wenn einer fragt, ob wir Verbindlichkeit lernen sollen… dann fragen wir zurück: Hat die KI das auch gegengeprüft?“
Fazit: Kein Futter für Etiketten
Was bleibt nach einem „run“? Mehr als nur Muskelkater.
Die Erkenntnis, dass kein Napf der Welt reicht, wenn das Verständnis fehlt.
Und dass selbst internationale Siegerhunde noch lernen:
Fett ist keine Schwäche. Eiweiß kein Status.
Und Kohlenhydrate kein Ersatz für Klarheit.
Windspiel (leise):
«Forse la vera prestazione è ciò che rimane, quando tutto il resto è stato digerito.»
Chart Polski (nüchtern, aber bestimmend):
„Omlouvám se za zpoždění – něco mi uteklo?“