Sehen lernen

Wahrnehmen, bevor Du erklärst. Erklären, bevor Du rechtfertigst.

Ich fange hier nicht mit Training an.
Und auch nicht mit Tipps.

Ich fange mit etwas an, das im Alltag mit Windhunden erstaunlich oft fehlt:
Hinschauen.

Nicht interpretieren.
Nicht schönreden.
Nicht rechtfertigen.

Denn viele Menschen erklären das Verhalten ihres Windhundes,
statt es wirklich zu sehen.

Mit rosa-roter Brille.
Mit Herzchen in den Augen.
Und mit Sätzen, die sich gut anfühlen – aber nichts ordnen.

Ich lebe mit meinen Windhunden in Deutschland - Hamburg

Kurzer Realitätscheck:

Windhunde sind nicht „schwierig“.
Nicht „speziell“.
Nicht „problematisch“.
Und ja: sehr vieles ist auch einfach normal für einen Windhund.

Problematisch wird es erst, wenn „normal“ zur Ausrede wird.
Oder wenn Erklärung Orientierung ersetzt.

„Ob es richtig oder falsch ist – die Antwort gibt Dir immer Dein Windhund.“
Nicht Google. Nicht Trends. Nicht Methode.
Dein Windhund zeigt es Dir. Leise, konsequent, wiederholt.

Worum es hier geht

„Sehen lernen“ bedeutet nicht Geduld als Tugend.
Geduld reguliert den Menschen.
Windhunde warten nicht ab. Sie bleiben dran.

Was Windhunde brauchen, ist etwas anderes:
Einordnung.
Erklären.
Verantwortung fürs Verstehen.

„Braucht es nicht vor allem Geduld?“

Geduld ist ein menschliches Konzept. Sie hilft dem Menschen, sich zu regulieren.
Windhunde warten nicht ab. Sie bleiben dran – Zielbindung, Ausdauer, Nicht-Aufgeben.
Wenn Geduld zur Hauptstrategie wird, bleibt Orientierung oft auf der Strecke.

Was hilft: Erklären. Beharrlich. In wechselnden Perspektiven.
Das ist Denken in Beziehung.

Diese Flip Books gehören zu „Sehen lernen“

No 01 alltag

Flip Book #01 – Alltags-Tipps Natur

Alltag ist kein Schonraum.

Hier zeigt sich, wie Dein Windhund wirklich tickt – ohne Bühne, ohne Trainingsplatz, ohne Publikum.


„Warum fühlen sich Methoden so oft richtig an – helfen aber nicht weiter?“

Weil Methoden häufig dem Menschen dienen.
Sie geben Struktur. Sie beruhigen. Sie fühlen sich gut an.
Leckerli rein. Gefühl gut. Gewissen ruhig.

Die entscheidende Frage bleibt:
Hat der Windhund dadurch Orientierung gewonnen – oder nur gelernt, Menschen zu beschäftigen?

No 5 erkundungsverhalten flip book

Flip Book #05 – Erkundungsverhalten

Warum Dein Windhund anders schaut, anders geht und manchmal stehen bleibt.

Nicht aus Trotz. Sondern weil sein System Informationen sammelt..


„Mein Windhund ist sehr sensibel – muss ich da nicht besonders vorsichtig sein?“

Windhunde sind sensibel. Punkt.
Das ist keine Besonderheit, sondern Biologie.
Vorsichtig wird es erst dann schwierig, wenn Sensibilität zur Erklärung wird – statt zum Beobachtungsauftrag.

Nicht alles braucht Schutz. Manches braucht Orientierung.

No 6 die sprache der windhunde und podencos

Flip Book #06 – Die Sprache der Windhunde

Die leisen Signale. Die kleinen Spannungswechsel.

Das, was man verpasst, wenn man schneller handelt als schautlt..


„Woran merke ich, dass ich meinen Windhund übersehe?“

Wenn Du viel erklärst.
Wenn Du viel rechtfertigst.
Wenn vieles „eigentlich“ ist – aber nichts stabil wird.

Dann lohnt es sich, neu hinzusehen.
Ohne Brille. Ohne Herzchen. Ohne Ausrede.

„Ist das nicht einfach seine Vergangenheit?“

Ja. Vergangenheit erklärt Verhalten.
Aber sie führt es nicht.
„Der hat halt viel erlebt“ ist oft eine Begründung – keine Einordnung.

Windhunde leben nicht rückwärts. Sie zeigen jetzt, was sie brauchen.

Weiterlesen – wenn Sehen Konsequenzen bekommt

Wer anfängt zu sehen, merkt schnell:
Nähe ist nicht automatisch gut.
Distanz ist nicht automatisch kalt.
Und Führung entsteht oft genau dort,
wo nicht reagiert wird – sondern eingeordnet.

„Wahr nehmen, was Dein Windhund wahr nimmt. Und fühlen, was ihn bewegt.“

Windhunde verstehen. Dein Windhund, Deine Verantwortung.

Wenn Du merkst, dass Dich mehrere dieser Gedanken begleiten,
findest Du alle Flip Books gesammelt hier.

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