Training für Windhunde in der Zeit des Corona-Lockdown
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24/03/2020

Training während des Corona-Lockdown – COVID-19-Pandemie

Liebe Kunden und Windhund-Freunde

Der Coronavirus, ein Problem, das uns alle seit dem 12. März 2020 auf eine ganz neue und ungewohnte Art und Weise beschäftigt:

Nichts in unserem Leben ist so wie es einmal war!

Wir erleben die Entschleunigung des Alltags, wir spüren die Ruhe draussen und viele von uns haben ein Zeitgeschenk erhalten. Grund dafür ist der Erhalt unserer Gesundheit und die Verhinderung einer zu schnellen Ausbreitung und Übertragung des Virus auf zu viele Menschen gleichzeitig.

Herausforderung: COVID-19-Pandemie

Die COVID-19-Pandemie hat Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen, die wir lieben oder derer, die uns ganz besonders am Herzen liegen. Sehr, sehr viele Selbständige und Unternehmen befinden sich gerade in der Ohnmacht ob der Dinge, die da noch auf uns zukommen könnten oder werden. Sei es die Stabilität der eigenen Liquidität, der Weltwirtschaft oder ganz schlicht und einfach die des Alltags.

Angesichts dieser besonderen und täglich immer größer werdenden Herausforderungen, die wir alle momentan meistern müssen, dürfen wir keine Panik bekommen, sondern uns verstärkt füreinander einsetzen. Denn keiner von uns sollte trotz Social Distancing, diese Krise im Alleingang bewältigen müssen.

Solidarität, Freundlichkeit, Unterstützung

Ich habe in den letzten Tagen ein hohes Maß an Solidarität, Freundlichkeit, Großzügigkeit und vor allem eine generationsübergreifende Unterstützung erlebt. In diesen Zeiten brauchen wir Mut und ein starkes Durchhaltevermögen, denn damit können wir viel bewegen und Gutes tun.

Training & Coaching

Die Lage in Europa ist mehr als nur angespannt, die Regierungen müssen Lösungen erarbeiten und das Leben muss einen Teil weit neu erfunden werden. Wer darf arbeiten und wer nicht? Fakt ist, dass ein Einzel-Coaching mit den entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen und Maßnahmen durchaus möglich ist.

Aktuell, aber was ist in diesen Tagen schon aktuell? Noch gibt es kein bundesweites Verbot für Hundetrainer im Einzelunterricht. Noch, bedeutet nicht, dass es doch noch passieren kann, da derzeit alles offen ist.

Ich bin gesund, einsatzfähig, motiviert und für Dich da, im Einzel-Coaching draussen an der frischen Luft, per Telefon oder auch über Skype. Wenn Du Deinen Hund sportlich fit halten möchtest, dann darfst Du trotz Corona mit mir im Einzeltraining Deinen Hund trainieren. Denn das Tierschutzgesetz, das auch die artgerechte Haltung und Beschäftigung beinhaltet, wurde bisher nicht ausser Kraft gesetzt.

Physical Distancing – Ja

Das wir Abstand wahren, uns nicht berühren versteht sich von selbst. Das ist notwendig und auch wichtig. Das wir uns nicht in Gruppen treffen, ist für mich selbstverständlich und aufgrund der Lage auch absolut richtig.

Bitte verwechsele nicht die Anordnungen, die für private Aktivitäten gültig sind, mit den Anweisungen, die für Selbständige / Unternehmen gültig sind. Wenn ich als Hundetrainer mit Dir und Deinem Hund draussen arbeite und wir ausreichend Abstand halten, dann ist gegen ein Training bisher nichts einzuwenden.

Vom Virus überrascht – Reisebericht aus der Schweiz

Geplant und ausgebucht war die Trainingswoche „Fit für Rennbahn & Coursing“ in der Schweiz schon lange. Das Coronavirus hatte ich zwar im Kopf, aber gefühlt war es für mich immer noch weit weg in China, jedoch auf keinen Fall in Europa.

Am Sonntag, den 15.3.2020 überquerte ich am frühen Abend die Schweizer Grenze. Davor wurde ich bereits von lieben Freunden telefonisch darüber informiert, dass für Montag Morgen eine Schließung der Grenzen vorgesehen ist. Für mich klang das nicht wirklich und unvorstellbar.

Nach Rücksprache mit dem Schweizer Windhund Rennverein in Rifferswil, gab es keine Bedenken, die gegen die planmässige Durchführung des Trainings sprachen, da alle Trainingseinheiten als Einzel-Termine angesetzt waren.

Trainingswoche 16. bis 22. März 2020

Alle Teilnehmer haben sich vorbildlich an die Anweisungen gehalten. Es wurde distanziert begrüsst und wir hielten Abstand zueinander. Die Windhunde haben sich riesig darauf gefreut nach der Winterpause wieder zu arbeiten und konnten sich im Training strecken und lang machen, während sie Geschwindigkeit aufnehmen.

Ausserdem war das Wetter ganz hervorragend und der Aufenthalt im Freien bekam dadurch etwas ganz besonderes.

Den teilnehmenden Salukis, italienischen Windspielen, Silken Windsprites und Galgos stand bei jedem Training das große Lachen im Gesicht. Durch den gezielten Aufbau in der Trainings-Woche, war die Fitness und die Muskulatur aller Windhunde am Ende des Kurses spür- und sichtbar gestiegen.

Wer keine Vorstellung davon hat, wie so ein Training aussieht in Abstand und Distanz, der schaut sich einfach das Video an. Hier trainiert das Windspiel Chinotto Del Colle Folignato (14 Monate), der in 2020 seine Renn- und Coursing-Lizenz machen soll.

Ab Mittwoch kamen dann die ersten Absagen von Teilnehmern aufgrund des Coronavirus. Teils begründet mit der Schließung der Grenzen, denn eine Einreise in die Schweiz war nur noch Pendlern gestattet, es wollten 2 Teilnehmer aus Deutschland anreisen und 1 Teilnehmerin aus Frankreich. Und natürlich auch durch Angst vor dem Virus und vor Ansteckung.

Die Verunsicherung um die Corona-Pandemie nahm ihren Lauf. Ich habe für jeden volles Verständnis, der in dieser Situation nicht kommen wollte oder konnte.

Nach Rücksprache mit dem Schweizer Windhund Rennverein darf ich wieder nach Rifferswil kommen. Voraussetzung ist, dass Kontakt und Reisen wieder möglich ist und damit auch ein sicheres und unbeschwertes Training für die Hunde statt finden kann. Dies bedeutet dann natürlich auch, dass wir es geschafft haben, die Pandemie zu besiegen.

Jeder, der seine Trainingseinheiten abgesagt oder nicht vollständig nehmen konnte, hat dann die Möglichkeit diese nachzuholen. Auch ich sehe mich in diesen Zeiten als Teil der Gemeinschaft und als Mensch in der Verpflichtung für Entgegenkommen, Großzügigkeit, Solidarität und Freundlichkeit.

Bitte bleibt gesund, positiv gestimmt, unterstützt die, die Hilfe benötigen in dieser schweren Zeit. Bleibt freundlich und höflich miteinander.

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